Bitte hier klicken, falls Sie nicht automatisch weitergeleitet werden.
SC Oberes Johannland,
Ski-Club Oberes Johannland e.V.,
Ski-Club "Oberes Johannland" e.V.,
Netphen,
Hainchen,
Siegerland,
NRW,
Nordrhein-Westfalen,
1. Hainchener Bike-Festival,
2. Hainchener Bike-Festival,
3. Hainchener Bike-Festival,
4. Hainchener Bike-Festival,
5. Hainchener Bike-Festival,
Bikefestival,
Festival,
Mountainbike,
Mountainbiking,
Skilanglauf,
Langlauf,
Loipe,
Haincher Höhe,
Sprungschanze,
Skihang,
Skisport,
Westdeutscher Skiverband,
WSV,
Deutscher Skiverband,
DSV,
Transalp
Vorstand und Funktionspersonal:
1. Vorsitzender: Karl-Heinz Jochheim
2. Vorsitzender: Burkhard Büdenbender
Schriftführer: Arnold Seelbach
Kassenwart: Ingo Büdenbender
Sportwart: Reinhold Neuser
Jugendwart: Ingo Büdenbender:
Hüttenwart: Klaus Seelbach
Beisitzer: Bernd Nießen
Beisitzer: Karl-Heinz Seelbach
Beisitzer: Bertold Stahl
Loipenwart: Meinolf Stahl
Wanderwart: Werner Büdenbender
Webmaster: Markus Seelbach
Highlights,
Aktuelles,
Termine,
Geschichte,
Vorstand und Funktionspersonal,
Mountainbiking,
Grasski,
Skilanglauf,
Langlauf,
Loipe,
Bildergalerie,
Bilder von der adidas Bike Transalp Challenge 2001,
Bilder von der adidas Bike Transalp Challenge 2003,
Bilder von der Überraschungstour,
Bilder vom 3. Hainchener Bike-Festival,
Bilder vom Winter 2002 / 2003,
Presseberichte,
Landkarte Hainchen,
Karte von Hainchen,
Anfahrtsbeschreibung nach Hainchen

Geschichte des SC "Oberes Johannland" e.V.:
Das Bestreben, in Hainchen einen Ski-Verein zu gründen, geht in das Jahr 1955 zurück.
Im Herbst des besagten Jahres trafen sich Freunde des Skisports um diese Idee zu verwirklichen.

Im damaligen Gasthof Diehl, welcher auch als Vereinslokal dienen sollte, versammelten sich die Gründungsmitglieder des noch in der Entstehung begriffenen Vereins. Ende Dezember war es dann endlich soweit, dass man zum 01.01.1956 den Verein als Ski-Club "Oberes Johannland" e.V. aus der Taufe heben konnte. Die Eingliederung des noch jungen Vereins in den Skibezirk Rothaar und somit in den Dachverband Westdeutscher Skiverband im Deutschen Skiverband war ein weiterer Schritt der Einbettung in die übergeordneten Institutionen.

Schon im Winter des Gründungsjahres nahmen die aktiven Wintersportler des Vereins an Vergleichswettkämpfen auf Skibezirksebene bei unseren Nachbarvereinen in Rückershausen und Lützel teil.

In dieser Zeit reifte nun auch im Vorstand so langsam der Entschluss, selbst auch Wintersportveranstaltungen auszurichten. Auf Vereinsebene geschah dieses schon seit der Gründung, indem man im Langlauf sowie auch in der alpinen Abfahrt die Vereinsmeister ermittelte.
Der Vorstand nahm Verbindung zu den damaligen Entscheidungsträgern auf kommunaler Ebene auf, um Skigebiete für den nordischen und alpinen Skilauf rund um Hainchen zu erschließen. Für den nordischen Sprunglauf einigte man sich auf den "Ermelskopf', einem ca. 800 m außerhalb des Dorfes in östlicher Richtung gelegenem Gebiet. Nach ca. 2-jähriger Planung und einer Machbarkeitsstudie wurde 1963 mit dem Bau einer Jugendsprungschanze am Ermelskopf begonnen.
Nach dem unermüdlichen Einsatz der Vereinsmitglieder konnte am 03.01.1965 unter den Augen des Sprungschanzenreferenten und Architekten des WSV, Herrn Franz Baier und den Honoratioren des Ortes und der Gemeinde Netphen, unsere Sprungschanze und nebenstehende Skihütte mit Kampfrichterturm mit einem Pokalspringen eingeweiht werden.

Neben unseren Nachbarvereinen Rückershausen, Lützel, Rittershausen und Hirzenhain sowie Hartenrod konnte der Verein nun auch selbst Ski-Wettkämpfe in der nordischen Kombination und im Spezialsprunglauf ausrichten.

Auf der "Hainchener Höhe" war man nach Übereinkunft mit den Grundbesitzern und dem Jagdpächter in der Lage, eine schneesichere Langlaufloipe von 15 km Länge im Bereich oberhalb 600 m. ü. NN aufzubieten.

Im alpinen Bereich konnte der Verein "In der Mattenbach" eine ca. 1 km außerhalb des Ortes gelegene Abfahrtsstrecke präsentieren.
Hier wurden in den folgenden, damals noch recht schneereichen Wintern regelmäßig Vereins- und Vergleichswettkämpfe -alpin- auf Bezirksebene durchgeführt.

Diese recht komplexen Anstrengungen im Verein sorgten natürlich für regen Zulauf der skibegeisterten Jugend. Wenn in Hainchen im Winter an bestimmten Wochenenden keine Wettkämpfe stattfanden, dann bewegte sich eine Autokolonne mit Sportlern unseres Vereins zu den Wintersportstätten unserer Nachbarvereine um sich dort in fairem Wettkampf mit anderen Aktiven in den einzelnen Altersklassen zu messen.

Diese wintersportmäßige "Hoch - Zeit" dauerte bis Mitte der 70-er Jahre an, um dann aufgrund der mehr und mehr ausbleibenden "weißen Pracht" in den nun folgenden Wintern drastisch zurück zu gehen. Mit Sicherheit gibt es auch noch eine Vielzahl anderer Gründe, die den Wintersport -nordisch- wie auch -alpin- ab ca. 1980 in unserer heimischen Region in ein Nischendasein gedrängt haben.

Zwar wurden alljährlich noch Volksläufe und Vereinsmeisterschaften im Langlauf auf der Hainchener Höhe durchgeführt aber die Teilnehmerzahlen gingen mehr und mehr zurück.

Da aber die Mitglieder des Vereins und allen voran der Vorstand dieser Situation entgegen wirken wollten und auch mussten, begann man Anfang der 80-er Jahre regelmäßig im Juni den "Nationalen Wasserburglauf" rund um Hainchen auszurichten. Hier gingen die heimischen Cross- und Freizeitläufer an den Start um in den verschiedenen Klassen Pokale und Urkunden einzuheimsen.

Im Jahr 1992 wandten sich dann die Aktiven des Vereins einer neuen Sportart zu: dem Mountainbiking.
Die südlichen Ausläufer des Rothaargebirges sind geradezu ein ideales Terrain um dieser Trendsportart zu frönen und sich in der freien Natur zu bewegen.
Schnell fanden sich zu den offiziellen Trainingsfahrten teilweise bis zu 15 Biker ein, um Strecken bis zu 40 km und mehr unter die Pneus zu nehmen.
Mittlerweile werden durch die Damen- und Herrengruppe montags abends regelmäßige Trainingsfahrten, beginnend mit der Zeitumstellung auf Sommerzeit, durchgeführt.
Dass das Mountainbiking voll im Trend der Zeit liegt, zeigt auch die Tatsache, dass sich in vielen der benachbarten Skivereine ebenfalls Mountainbike-Gruppen etabliert haben.
Dieses hat zur Folge, dass auch auf dieser Ebene Veranstaltungen vom Bike-Festival für Jedermann wie auch Mountainbike-Rennen, Bikeathlon- sowie Bikemarathonveranstaltungen angeboten und von den aktiven Sportlern unseres Vereins besucht werden.

An verschiedenen Wochenenden wurden und werden außerdem auch längere Fahrten bis zu einer Streckenlänge von 160 km durchgeführt. Als Beispiele seien hier der Siegerland-Höhenring, den Netpher-Rundweg, die Sieg-Tour (von der Quelle zur Mündung), sowie längere Abschnitte des Rothaarsteiges zu erwähnen.

Als "Highlight" der Seniorengruppe steht in jedem Jahr eine einwöchige "Biker-Saison-Abschlussfahrt" Ende September nach Mittenwald in Oberbayern auf dem Programm. Alle Biker, die in den vorangegangenen Monaten eine entsprechende Anzahl von Kilometern, Höhenmetern und Kondition "getankt" haben, absolvieren dann zwischen Wetterstein- und Karwendelgebirge recht anspruchsvolle Gebirgstrails.

Ab Anfang November werden dann schon wieder die anstehenden Aufgaben und Arbeiten zum Herrichten und Betreuen der Langlaufloipe auf der "Hainchener Höhe" in Angriff genommen und die Vereinsmitglieder hoffen dann auf genügend Schnee und knackige Minusgrade für die Langlaufsaison.

Presseberichte 2003:


Bennett gewinnt den Cup

Heimische Grasski-Asse im Deutschland-Cup erfolgreich

Benjamin Bennett vom SC Hohenseelbachskopf darf sich über den
Gewinn des Deutschland-Cup im Grasski freuen.

   Hundsbach/Schwarzwald. Wie bereits in den letzten Jahren stellte der Westdeutsche Ski-Verband auch in dieser Grasski-Saison wieder die besten Grasskifahrer innerhalb des Deutschen Ski-Verbandes. Dies war vor allem durch die maßgebliche Beteiligung der Fahrer aus der Region Siegen möglich. So dominierten die Siegerländer auch in dieser Saison wieder das nationale Geschehen und belegten in der Deutschland-Cup-Wertung viele der vordersten Plätze.    Besiegelt wurde dies in Hundsbach. Dort fanden mit fast 90 Startern die letzten beiden Wertungsrennen der Gesamtwertung statt. Besonders in der Herren-klasse setzten heimische Athleten die Maßstäbe. So lag Benjamin Bennett (SC Hohenseelbachskopf) am Ende überlegen an der Spitze des Gesamtklassements der Männer. Auf Platz 2 folgte mit Hendrik Bernshausen von der Skigilde Ferndorf ebenfalls ein Siegerländer. Komplettiert wurde das Ergebnis von Florian Göldner (SC Hohenseelbachskopf) auf Rang 4.    Bei den Frauen musste man den Gesamtsieg in diesem Jahr anderen überlassen. Anna Lena Büdenbender vom SC Oberes Johannland konnte - bedingt durch den Start bei größeren, internationalen Rennen - nicht an jedem Deutschland-Cup teilnehmen und belegte im Endklassement immerhin noch Rang 3. Ebenfalls Platz 3 erreichte in der Schülerwertung mit Linda Göldner (SC Hohenseelbachskopf) eines der zur Zeit größten heimischen Nachwuchstalente. Auch sie zählt, wie alle heimischen Athleten, zur Trainingsgemeinschaft des Skibezirk Rothaar, die unter der Leitung von Trainer Heiko Eckermann nun für das fleißige Training über die heißen Sommermonate belohnt wurden. - Die Platzierungen der besten heimischen Athleten im Überblick:
Herren: 1. Benjamin Bennett (SC Hohenseelbachskopf),
2. Hendrik Bernshausen (Skigilde Ferndorf),
... 4. Florian Göldner (SC Hohenseelbachskopf).
Herren AK: ... 2. Bodo Göldner (SC Hohenseelbachskopf),
3. Heiko Eckermann (SC Rückershausen).
Damen: ... 3. Anna Lena Büdenbender (SC Oberes Johannland).
Männliche Jugend: ... 4. Michael Bernshausen (TV Eichen).
Schülerinnen: ... 3. Linda Göldner (SC Hohenseelbachskopf)
Schüler: ... 13. Christopher Diekert und Nico Müller,
... 15. Leonard Thielmann (alle SC Hohenseelbachskopf),
16. Jan Duchardt (TuS Erndtebrück),
17. Maximilian Lotz,
18. Tim-Samuel Sohn (beide SC Hohenseelbachskopf).
(Siegener Zeitung 26.09.2003)

 

Mit dem Mountainbike quer über die Berge der Alpen

Die Siegerländer Teams Jörg Heismann/Volker Schmidt sowie Reinhold Neuser/Karl-Heinz Seelbach bewältigten das härteste Etappen Europas

   Mittenwald. Für die traumhafte Kulisse mit den schroffen, unwirtlichen Felsen und Gipfeln der Alpen zur Linken und den sattgrünen Tälern mit den wie Streichholzschachteln wirkenden Häusern zur Rechten haben die Fahrer keinen Blick. Alle Konzentration gilt dem holprigen und steinigen Weg vor ihnen, auf dem das Hinterrad beim Tritt in die Pedale immer wieder durchdreht. Die Sonne brennt unbarmherzig, selbst auf 2000 Metern Höhe herrschen 30 Grad und Windstille. Schattige Plätze sucht man hier vergebens, denn in diesen Höhen wächst kein Baum mehr. Dafür quälen sich 900 Radler über die schmalen, steilen Pässe empor, die sonst nur erfahrenen Bergwanderern vorbehalten sind.
   Nicht ohne Grund gilt die Transalp Challenge als das härteste Mountainbikerennen in Europa. In acht Etappen geht es von Mittenwald quer über die Alpen nach Riva am Gardasee. 652,19 Kilometer lang ist die Gesamtdistanz - das klingt nicht viel, doch angesichts der 21 521 Höhenmeter, die dabei insgesamt zu bewältigen sind, muss die Vorbereitung bei den 456 Zweier-Teams stimmen. Und selbst dann ist noch nicht gewährleistet, dass der Gardasee auch erreicht wird. Denn die Strecke führt nicht nur über gut ausgebaute Wege, sondern auch querfeldein über Trampelpfade, über steile Skihange wie den legendären Hahnenkamm bei Kitzbühl oder auch über blanken Fels.

Durchfall und Muskelkrämpfe

   "Durchkommen war alles", meint der Neunkirchener Jörg Heismann, der gemeinsam mit seinem Freund Volker Schmidt eines von zwei Siegerländer Teams bildete. "Wir wussten schließlich nicht, was uns erwartet." Seinen Teamkollegen erwartet gleich auf der ersten Etappe von Mittenwald nach Reith im Alpbachtal die Hölle. Ausgerechnet am Morgen vor dem Start plagt den 41-jährigen Industriemeister der Durchfall. Dazu kommt das Problem, dass die Getränkestellen relativ weit auseinander liegen. Die brütend heiße Sonne tut ihr Übriges: "Durch den hohen Wasserverlust habe ich tierische Muskelkrämpfe gekriegt. So wie auf der ersten Etappe habe ich mich noch nie in meinem Leben gequält", berichtet Schmidt.
   Für das zweite Siegerländer Team, Reinhold Neuser und Karl-Heinz Seelbach vom SC Oberes Johannland, war die erste Etappe dagegen ein "Tag zum Einrollen", wie Neuser erklärt. Der 41-jährige Werkzeugmacher wusste schon vorher, was ihn bei der Transalp erwartet. Er war bereits vor zwei Jahren einmal dabei, damals noch mit Ingo Büdenbender, der die Hainchener diesmal als Servicemann begleitet Aus diesen Erfahrungen hat Neuser seine Lehren gezogen. Die Vorbereitung fiel wesentlich intensiver aus. "Vor zwei Jahren hieß die Devise nur: Durchkommen. Doch diesmal wollten wir schon im vorderen Drittel ankommen."
   Auch in puncto Unterbringung machen Neuser und sein 45-jähriger Teamkollege Seelbach diesmal keine Kompromisse. Die Johannländer haben sich an jedem Zielort ein Zimmer in einer Pension gemietet, um am nächsten Morgen ausgeschlafen und erholt an den Start gehen zu können. Bei ihrer ersten Teilnahme nächtigten Neuser und Büdenbender noch in den Gemeinschaftsunterkünften, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt werden. "Wenn du mit 400 Leuten in einer Turnhalle übernachtest, findest du keine Ruhe. Wenn die Erholung nicht da ist und der Schlaf fehlt, ist das bei diesen Belastungen fatal", weiß Neuser aus leidvoller Erfahrung. "Und die sanitären Einrichtungen sind zum Heulen."
   Auf solche Erfahrungen verzichtet auch das Neunkirchener Duo gerne. Heismann und Schmidt haben sich bei einem Bekannten ein Wohnmobil gemietet. Während sich die beiden auf ihren Bikes durch die Berge quälen, steuern ihre Betreuer Carsten Leicht und Rudi Franke schon den nächsten Zielort an. Dankbar übergeben die erschöpften Sportler dann abends ihre Räder in die Obhut ihres "Schmiermaxe" Carsten Leicht. während "Smutje" Rudi Franke für die Verpflegung sorgt. Schließlich muss der Kohlenhydrat-Vorrat im Körper für den nächsten Tag wieder aufgefüllt werden. Nicht umsonst bietet der Veranstalter jeden Abend eine Pasta-Party mit Nudeln satt für die Fahrer an. Überhaupt haben die Neunkirchener ihre Teilnahme akribisch geplant, verschiedene Sponsoren angesprochen, die ihnen die Räder und die Ausrüstung stellen. Eine Vorbereitung, die sich bezahlt macht: "Wir haben keine größere Panne gehabt", freuen sie sich.
   Am vierten Tag steht die Königsetappe auf dem Programm. 147 Kilometer sind in einem Rutsch zurückzulegen, dabei 3526 Höhenmeter zu absolvieren. Wer einmal mit dem Rad von Netphen zur Ederquelle gefahren ist, kann sich ungefähr ein Bild davon machen, was das bedeutet. Denn diese Steigung hat es schon in sich, doch dabei werden gerade mal rund 250 Höhenmeter zurückgelegt. Für die Transalp-Teilnehmer steht dagegen an einem Tag mitunter mehr als das 15-fache auf dem Programm.
   Die Königsetappe hat derweil für die Fahrer noch ein weiteres "Schmankerl" parat. Die letzten fünf Kilometer des Anstiegs zum Pfitscherjoch führen querfeldein durch unwegbares Gelände. Selbst an Schieben ist dabei nicht zu denken. Fünfhundert Höhenmeter müssen mit dem Rad auf den Schultern zurückgelegt werden. Manche Felsen sind nur über Klettersteige zu bezwingen.
   "An diesem Tag habe ich meine Fersen verflucht", berichtet Jörg Heismann. Der 41-jährige Technische Assistent hat sich auf den ersten Etappen Verletzungen zugezogen, die sich entzündet haben. "Der pure Eiter", so Heismann. Doch er hat Glück, trifft im Ziel auf einen Fahrer, der bei der Bundeswehr als Sanitäter arbeitet und bestens ausgerüstet ist. Dank Salbe und Tape kann der Neunkirchener auch die restlichen Etappen in Angriff nehmen.
   Nicht nur die Steigungen machen den Fahrern zu schaffen. Auch die Abfahrten haben es in sich. So führen die letzten zwölf Kilometer der 3. Etappe vom Wildkogel auf 2000 m Höhe nach Neukirchen (800 m) zwischen Felsen und den Pfosten der Seilbahn mit bis zu 17 Prozent Gefälle steil bergab über einen Singletrail, einem schmalen Pfad, auf dem mehr Rutschen heißt als Laufen angesagt ist.
   Einige Wagemutige versuchen, die Strecke auf dem Rad zu bewältigen. Für die vernünftigeren Biker heißt es daher, immer wieder zur Seite zu springen, um nicht über den Haufen gefahren zu werden. Nicht wenige bereuen ihren Übermut schnell. An Felsen abgerissene Pedale sind noch die geringsten Schäden. Allein auf diesem Abschnitt ist drei Mal der Helikopter im Einsatz, um verunglückte Biker zu bergen. Die härteste Etappe erwartet die Fahrer am sechsten Tag. Nicht die Streckenführung macht den Teams dabei zu schaffen - an diesem Tag spielt erstmals das Wetter nicht mit. Beim Start herrscht noch herrlichster Sonnenschein, doch in den Bergen werden die Fahrer von heftigen Regengüssen überrascht. An Regenkleidung hat natürlich keiner gedacht - Gepäck sparen heißt schließlich die Devise. "Das war der schlimmste Tag", meint Heismann. "Wir waren alle falsch gekleidet."
   Eine Mülltüte unter dem Trikot hilft dürftig gegen Kälte und Wind, doch gegen den Schlamm, den die Hinterreifen aufwerfen, schützt sie ebenso wenig wie gegen die Nässe und klamme Finger. "Das war der einzige Tag, an dem wir gesagt haben: Nie wieder!" erklärt Heismann, doch abends im Ziel sind die Strapazen schon wieder vergessen. Da gewinnt der Stolz die Oberhand, allen Widrigkeiten erfolgreich getrotzt zu haben.

Schöne Erinnerungen überwiegen

   Überhaupt überwiegen im Nachhinein die schönen Erinnerungen. Wie die letzten 35 Kilometer vom Passo San Giovanni zum Zielort Riva. "Oben auf dem Pass, in 1600 Metern Höhe, war schon der Gardasee zu sehen", schwärmen die Neunkirchener. "Ab da gab es nur noch Gas." Auf den letzten Kilometern holen die Fahrer des "Teams ohne Namen" das Letzte aus sich heraus, um sich kurz nach der Zielankunft und einem hastig heruntergespülten Glas Sekt samt Trikot in den Gardasee zu stürzen. 52:11:43 Stunden haben die Neunkirchener für die acht Etappen insgesamt gebraucht.
   Die beiden Johannländer, die insgesamt acht Stunden weniger im Sattel verbracht haben, lassen die Tour indes ruhiger ausklingen. "In Riva haben wir erstmal geduscht, dann gemütlich gegessen und Weißbier getrunken", erzählt Neuser. Beide Teams sind froh, das Abenteuer Transalp ohne große Materialschäden und schwere Stürze überstanden zu haben. "Wir waren mit Sicherheit nicht zum letzten Mal dabei", versichern Heismann und Schmidt, und wer dabei in ihre glänzenden Augen blickt, erkennt, welche Faszination die Transalp Challenge auslöst.
(Siegener Zeitung 20.09.2003)

 

Gutes Finale für Grasski-Duo

Büdenbender und Göldner mit Top-Ten-Platzierungen

Anna-Lena Büdenbender (SC Oberes Johannland) wurde beim Grasski-
Weltcup-Finale in Nove Mesto im Slalom Sechste und im Parallelslalom Fünfte.

   Nove Mesto. Die Grasskifahrer Anna-Lena Büdenbender vom SC Oberes Johannland und Florian Göldner vom SC Hohenseelbachskopf haben die Weltcup-Saison mit guten Ergebnissen beendet.
   Anna-Lena Büdenbender rangierte bei den letzten beiden Wettbewerben, die in Nove Mesto/Tschechien durchgeführt wurden, im Slalom auf Rang 6 und im darauf folgenden Parallelslalom auf Platz 5. Im Parallelslalom, den nach einem Qualifikationslauf die ersten acht Frauen und 16 Männer bestreiten durften, hatte sie ein wenig Pech bei der Zusammenstellung der Paare. So stand ihr direkt in der ersten Runde mit Patricia Mauri aus Italien eine ihrer schärfsten Konkurrentinnen gegenüber. Mauri belegte am Ende Platz 3.
   Ähnliches ereilte ihren Teamkollegen Florian Göldner, der nach Rang 10 im Slalom bereits in der ersten Runde des Parallelslaloms auf den sehr stark eingestuften Italiener Fausto Cerentin traf. Erwartungsgemäß war auch für ihn nach der ersten Runde Schluss. Dennoch waren beide mit dem Verlauf der Weltcupsaison sehr zufrieden. So platzierte sich Büdenbender im Gesamtklassement auf Rang 6 bei den Damen. Florian Göldner kam in der männlichen Konkurrenz auf Platz 10.
   Mit diesem Ergebnis machen sich beide berechtigte Hoffnungen, in nächster Zeit ganz vorne im internationalen Vergleich mitzumischen. Bedingt durch die guten Ergebnisse der beiden Sportler und die Punkte, die Benjamin Bennett im ersten Weltcuprennen der Saison nach Deutschland holte, sorgten ausschließlich die heimischen Grasskifahrer dafür, dass das deutsche Team in der Nationenwertung hinter den großen Grasskiländern Italien, Tschechien und Österreich auf Position 4 rangiert. (Siegener Zeitung 02.09.2003)

 

 

Büdenbender auf Platz 4 und 5

Grasski-Läuferin im Weltcup knapp am Treppchen vorbei

   Forni di Sopra. Gleich bei der ersten Weltcup-Veranstaltung der Grasski-Saison verbuchten die heimischen Grasskifahrer gute Resultate. Im italienischen Forni di Sopra wurden ein Riesenslalom und ein Super-G gestartet. In beiden Disziplinen mussten die 70 berechtigten Starterinnen und Starter zunächst einen Qualifikationsdurchgang bestreiten, über den die ersten 15 Frauen bzw. 30 Männer in den anschließenden Finallauf kamen, der dann in die Weltcupwertung einfloss.
   In besonders guter Form präsentierte sich Anna Lena Büdenbender vom SC Oberes Johannland. Sie fuhr an beiden Tagen mit Rang 5 im Riesenslalom und dem 4. Platz im Super-G jeweils nur knapp an einem Podestplatz vorbei und sammelte so bereits wichtige Punkte für das Gesamtklassement.
   Die Männer taten sich gegen die starke Konkurrenz aus insgesamt sechs Nationen schon etwas schwerer, schlugen sich aber dennoch gut und kehrten zufrieden aus Italien wieder. Florian Göldner (SC Hohenseelbachskopf) erreichte im Riesenslalom Rang 12 und landete tags darauf im Super-G an 18. Stelle. Sein Vereinskollege benjamin Bennett blieb im Riesenslalom mit Platz 14 nur knapp hinter Göldner. Im Super-G schied er nach einem sehr starken Qualifikationslauf durch einen Sturz im Finale, den er aber unbeschadet überstand, aus.
   Schon am nächsten Wochenende steht für die Aktiven der nächste Weltcup an, wenn in Nova Levante/Italien zwei Riesenslalom-Läufe stattfinden. Nicht mit dabei sein wird Michael Bernshausen vom TV Eichen. Der junge Grasskifahrer zog sich bei den Junioren-Weitmeisterschaften, die vor zwei Wochen in der Schweiz stattfanden, einen Kreuzbandriss zu und wird für den Rest der laufenden Saison pausieren müssen. (Siegener Zeitung 05.08.2003)
Anna Lena Büdenbender vom SC Oberes Johannland belegte beim Crasski-Weltcup im italienischen Forni di Sopra im Riesenslalom den 5. Platz

 

 

Büdenbender-Schwestern vorn

   Bömmeli. Am internationalen FIS-Grasski-Rennen in Bömmeli im Appenzeller Land in der Schweiz nahmen vier Läufer des Skibezirks Rothaar mit guten Ergebnissen teil. Insgesamt waren 60 Läufer am Start aus sechs Nationen am Start. Bei den Frauen gewann Katharina Büdenbender vom SC Oberes Johannland am ersten Wettkampftag sowohl den Riesenslalom als auch den Super-G. Ihre Schwester Anna Lena (ebenfalls SC Oberes Johannland) wurde jeweils Zweite.
   Florian Göldner (SC Hohenseelbachskopf) belegte im Riesenslalom Platz 4 sowie Rang 3 im Super-G. Auch der vierte heimische Starter Benjamin Bennett (SC Hohenseelbachskopf) war mit dem 7. Platz im Riesenslalom und Rang 10 im Super-G nach seiner zweijährigen Wettkampfpause mehr als zufrieden. Am zweiten Wettkampftag kam auf der sehr steilen Piste nur Florian Göldner ins Ziel. Er belegte im Slalom den sehr guten 3. Platz. (Siegener Zeitung 23.07.2003)

 

Drei Hoffnungsträger bei WM

Büdenbender-Schwestern im Grasski mit Medaillenchancen

   Goldingen. Vom 25. bis 27. Juli finden in Goldingen/Schweiz die Jugendweltmeisterschaften im Grasski statt. Dabei gehen mit Anna Lena und Katharina Büdenbender (SC Oberes Johannland) sowie Michael Bernshausen (TV Eichen) auch drei Rennläufer aus der heimischen Region an den Start. Die Anreise der Akteure erfolgte bereits gestern, da heute, nach Nationen geordnet, ein Training auf dem Renngelände stattfindet.
   Die Grasskipiste in Goldingen ist unter den Grasskifahrern als sehr steil und schnell bekannt, was den heimischen Startern jedoch nur bedingt Probleme bereiten dürfte, da man sich mit Hängen in Neunkirchen-Altenseelbach sowie Hartenrod auf ebenfalls sehr anspruchsvollem Gelände auf die Titelkämpfe vorbereitet hat. Dies sieht auch Verbandstrainer Heiko Eckermann so, der den Siegerländern duchaus Medaillenchancen einräumt.
   So liegen die größten Hoffnungen auf den Büdenbender-Mädchen, die bereits bei anderen großen Titelkämpfen Medaillen holten. Man muss jedoch abwarten, wie sie sich schlagen, da beide in der Vorbereitung vom Verletzungspech verfolgt waren. Etwas schwerer wird es der Eichener Michael Bernshausen in der starken Männer-Konkurrenz haben. Aber auch ihm traut Eckermann in seinem letzten Jugendjahr einiges zu.
   Bernshausen, der mit seinen Trainingspartnern Florian Göldner und Benjamin Bennett sehr fleißig trainierte, zeigte sich in der Vorbereitung zunehmend stärker und ist mit den letzten Trainingsresultaten in jedem Fall auch zum Kreis der Medaillenanwärter zu zählen. Insgesamt werden in der Schweiz acht Titel in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom, Super-G, und der Kombination, die sich aus der Addition von Slalom und Super-G ergibt, vergeben. (Siegener Zeitung 23.07.2003)