Chronik des SC "Oberes Johannland" e.V. seit 1968

 


Ab dem Jahr 1968  war der Ski-Club ausrichtender Verein für eine Vielzahl von Wintersportveranstaltungen.

An erster Stelle sind hier die traditionellen Neujahrsskispringen auf der Ermelskopfschanze sowie die Abfahrtsrennen in der Mattenbach zu nennen. Bei diesen Wettkämpfen im nordischen und im alpinen Bereich konnten sich Sportler unseres Vereins regelmäßig auf den vorderen Rängen platzieren.

Alljährlich war der Verein auch Ausrichter der Gemeindemeisterschaften der Gemeinde Netphen im Langlauf auf unserer Hausstrecke auf der Hainchener Höhe.

 

Am 29.12.1968 konnte der Verein seine Vereinsmeisterschaft im Abfahrtslauf auf der neuen und Dank Georg Nießen und Paul Klose bestens präparierten Abfahrtsstrecke in der Mattenbach starten.

 

Am 30.12.1968 folgten die Vereinsmeisterschaften -nordisch- im Langlauf und Skispringen am und rund um den Ermelskopf.

 

Am 01.01.1969 führte dann der Ski-Club dank sehr guter Schneelage und bester Schanzenpräparierung sein traditionelles Neujahrsskispringen durch. Bei idealem Winterwetter gingen -42- Skispringer in den verschiedenen Klassen an den Start.

Am 04. und 05.01.1969 führte unser Verein die Bezirksjugendspiele nordisch und alpin durch. Bei diesen sportlichen Wettkämpfen konnten sich vor allem die Mädchen aus unserem Club durchsetzen.

Im Abfahrtslauf wurde Ursula Büdenbender (Kurz Ursula) Bezirksmeisterin und im Langlauf gab es sogar einen Doppelsieg. Hier siegte Hannelore Büdenbender (Antons Hannelore) vor Irene Kölsch (Kelsche Irene).

In der Jugendklasse II (männlich) siegte Friedhelm Diehl (Horbes Friedhelm) und wurde Bezirksmeister im Abfahrtslauf.

Siegfried Nießen wurde in der nordischen Kombination in der Schülerklasse mit deutlichem Vorsprung ebenfalls Bezirksmeister.

Am 12.01.1969 veranstaltete der Verein einen alpinen Wettkampf mit den Ski-Vereinen aus Deuz und Dermbach auf unserer Strecke in der Mattenbach.

Am selben Tag nahmen unsere Skispringer an den nordischen Bezirksmeisterschaften in Oberhundem teil.

Am 08. und 09.02.1969 nahmen erstmalig drei Sportler an den alpinen Verbandswettkämpfen in Züschen teil.

Heinz Diehl, Friedhelm Diehl und Bernd Nießen gingen in den einzelnen Disziplinen für den Ski-Club an den Start.

Bernd Nießen konnte sich im großen Starterfeld recht gut behaupten und erreichte im Abfahrtslauf den 5. Platz.

Am 15.02.1969 führte der Verein ein Pokalspringen auf der Ermelskopfschanze durch. Hierzu hatten -48- Skispringer in der verschiedenen Klassen gemeldet. Wieder einmal waren es Skispringer aus Rückershausen, welche die Pokale und Urkunden mit nach Hause nehmen konnten.

Nach der Siegerehrung veranstaltete der Verein noch einen großen Skiball. Alle anwesenden Skisportler und Vereinsmitglieder erlebten einen unvergesslichen Abend dank des unermüdlichen musikalischen Einsatzes von unserem leider allzu früh verstorbenen Bezirksobmann Max Auerswald mit seinem Schifferklavier (Max nannte dieses Instrument auch „Heimwehkompressor“).

Am 23.02.1969 nahmen 11 Skispringer an einem Pokalskispringen in Rittershausen teil.

Am 02.03.1969 starteten 6 Springer bei einem Nachtskispringen in Lützel. Am 03.03.1969 nahmen unsere alpinen Rennläufer an einem Riesenslalom in Walpersdorf teil welcher dort von der Skigilde Deuz ausgerichtet wurde.

Am 09.03.1969 veranstaltete unser Club als letzter Verein des Skibezirks dank guter Schneelage noch einen Abfahrtslauf in der "Hormbach".

Die Bezirksversammlung wurde am 19.04.1969 vom Ski-Club Hesselbach ausgerichtet. Im Anschluss daran folgte der Winterkehraus in der Boxbach, zu dem die Mitglieder des Vereins mit einem Omnibus angereist waren.

Am 25.04.1969 gratulierte der Vorstand unserer Skikameradin Marita Diehl zur Vermählung.

Am 27.09.1969 führte der Verein einen Tanzabend durch. An diesem Abend wurden zudem noch sieben Vereinskameraden für ihre langjährige  Vorstandstätigkeit durch den Westdeutschen Skiverband mit der grünen Ehrennadel ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurden: Paul Klose, Hubert Sting, Georg Nießen, Meinolf Stahl,  Josef Kringe, Hans Stahl und Dieter Klose.

Die Jahreshauptversammlung fand am 19.11.1969 in unserem Vereinslokal in "Horbes" statt.

Nach Punkt 4 der Tagesordnung schritt man zur Wahl des Vorstandes. Neuwahlen sind ja bei jeder Versammlung ein heißes Eisen und so kam es bald zur Erhitzung der Gemüter. Unser alter Vorsitzender, Skikamerad Paul Klose, der aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt zur Verfügung gestellt hatte, sollte aber, so die Versammlung, dieses Amt aber noch einmal für weitere zwei Jahre ausüben. Durch sein höfliches, aber bestimmtes NEIN musste der Vorstand aus der Mitte der Versammlung einen anderen Kandidaten wählen. Nach langem hin und herfiel die Wahl auf den Skikameraden Hans Stahl. Hans war ja auch schon seit langer Zeit als Hauptkassierer im Vorstand tätig und somit war die Vorstandsarbeit für ihn ja auch kein Neuland. Zum zweiten Vorsitzenden wurde wieder Georg Nießen gewählt. Arnold Seelbach hatte man als neuen Schriftführer für den zur Bundeswehr eingezogenen Heinz Steiner gewählt.

Als neuen Hauptkassierer wählte man Skikamerad Günter Janssen. Als Unterkassierer wurden Bernd Nießen, Günter Wagener und Hannelore Büdenbender bestimmt. Karl-Josef Steiner wählte man zum Hütten- und Schanzenwart. Karl-Heinz Schneider wurde Gerätewart, Beisitzer wurden Meinolf Stahl, Paul Klose, Ilse Büdenbender, Luise Kölsch und August Wagener. Als Kassenprüfer ernannte man Paul Klose und Klaus Trost. Als Sportwart wurde Dieter Klose für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Unsere alljährliche Nikolaus- bzw. Weihnachtsfeier in unserem Vereinslokal war wieder einmal ein schönes Erlebnis für jung und alt.

Die Vereinsmeisterschaften -alpin- wurden am 21.12.1969 in der Mattenbach durchgeführt.

Das Vereinsjahr endete am 28.12.1969 mit der Teilnahme von Friedhelm Diehl und Siegfried Nießen an einem Abfahrtsrennen in Nordenau. Friedhelm erkämpfte sich gegen die Sauerländer Spitzenfahrer einen guten dritten Platz. Siegfried erreichte sturzbedingt in seiner Klasse nur einen 14. Platz.

Das am 01.01.1970 durchgeführte Neujahrsskispringen wurde dank guter Schneelage und einer sehr guten Beteiligung zu einem großen Erfolg für unseren Verein. 46 Skispringer hatten gemeldet und Hans Georg Wied aus Rückershausen konnte als Tages- und Punktbester den ausgelobten Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Klaus Trost und Hubert Wüst hielten sich in dem starken Starterfeld in der Allgemeinen Klasse mit den Plätzen sieben und acht recht gut. Siegfried Nießen landete in der Jugendklasse I auf Platz drei.

Am 17.01.1970 veranstaltete unser Nachbarverein Rittershausen sein erstes Nachtskispringen.

Siegfried Nießen wurde in der Jugendklasse I Sieger während sich die übrigen Springer unseres Clubs mit Mittelplätzen zufrieden geben mussten. Die anschließend im Dorfgemeinschaftshaus stattfindende Siegerehrung mit nachfolgendem Tanz wird allen Beteiligten bestimmt noch in guter Erinnerung sein. Erst in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages begaben sich die letzten Akteure auf den Heimweg nach Hainchen.

Als Besonderheit ist noch zu erwähnen, das der Skikamerad Helmut Heppner aus Rittershausen in einem, auf zwei Sprungski befestigten Sessel sitzend, über die Schanze fuhr.

Am 18.01.1970 führte der Ski-Club seinen ersten Jedermann-Skitag in der "Sang" durch. Sieger in der Altersklasse wurde Hans Stahl. In der Allgemeinen Klasse siegte Hubert Wüst. In den Jugendklassen siegten Bernd und Siegfried Nießen. In den Schülerklassen erreichten Rudolf Brück und Monika Nießen als erste das Ziel. Bei diesem Rennen wagten sich auch noch einmal die älteren Vereinsmitglieder mit ihren Brettern auf die Piste.

Eine Woche später fanden dann in Wunderthausen die nordischen Bezirksmeisterschaften statt. In der Jugendklasse II erreichte Hubert Stahl und Bernd Nießen in einem starken Starterfeld die Plätze 5 und 6. Siegfried Nießen wurde in der Jugendklasse I als 7. abgewunken. Lothar Trost musste wegen Skibruch vorzeitig aufgeben. In der Jugendstaffel kamen unsere Sportlerals 5. Staffel ins Ziel. Beim Kombinationsspringen in der Jugendklasse I erreichte Siegfried Nießen einen schönen dritten Platz.

Am 31.01. und 01.02.1970 stand Hainchen und die Mattenbach im Blickpunkt von Ski und Schnee. Bei herrlichem Wintersportwetter führte unser Club an diesen beiden Tagen die alpinen Bezirksmeisterschaften der Junioren und Senioren durch. Bei diesen Meisterschaften erreichten unsere Rennläufer auf ihrer Hausstrecke hervorragende Ergebnisse:

Mädchenklasse:

- Monika Nießen            3. Platz

- Sieglinde Nießen        5. Platz

 

Schülerklasse I:

- Uli Steinberg               4. Platz

- Jürgen Grübener        5. Platz

 

Schülerklasse II:

- Leo Kölsch                   5. Platz

- Michael Kölsch            7. Platz

 

Jugendklasse I:

- Siegfried Nießen         2. Platz

- Günter Wagener         3. Platz

- Horst Seelbach           4. Platz


Jugendklasse II:

- Bernd Nießen          1. Platz und Bezirksmeister

- Friedhelm Diehl       2. Platz

 

Am 07.02.1970 nahmen unsere besten alpinen Rennläufer an den Westdeutschen- Jugendmeisterschaften in Nordenau teil. Bei diesen Wettkämpfen kamen unsere Läufer trotz großer Teilnehmerzahl auf gute bzw. mittlere Plätze.

 

Jugendklasse I:

- Siegfried Nießen       33. Platz          (bei 96 Startern)

- Horst Seelbach         46. Platz

 

Jugendklasse II:

- Bernd Nießen            7. Platz           (bei 61 Startern)

- Friedhelm Diehl         9. Platz

 

Am 15.02.1970 veranstaltete unser Verein ein gut besetztes Pokalskispringen. in den einzelnen Klassen hatten insgesamt 53 Skispringer gemeldet. Tagesbester und Gewinner des von der Spadaka Irmgarteichen gestifteten Pokals war Wilhelm Meister vom Ski-Club Rückershausen dem Sparkassendirektor Eling den Pokal überreichen konnte.

Die Ergebnisse unserer Springer im Einzelnen:

 

Allgemeine Klasse:

- Klaus Trost                 4. Platz

 

Jugendklasse I:

- Siegfried Nießen        2. Platz

- Horst Seelbach          3. Platz

 

Schülerklasse I:

- Jürgen Grübener       1. Platz

 

Unseren altbewährten Springer Hubert Wüst vermissten wir bei diesem Springen sehr; er lag mit einem Lendenwirbelbruch im Krankenhaus.

Am 21. und 22.02.1970 nahmen unsere Langläufer und Skispringer an den westdeutschen nordischen Jugendmeisterschaften in Siedlingshausen teil.

Die Ergebnisse von dort im Einzelnen:


Schülerklasse I:

- Jürgen Grübener      4. Platz  Skispringen

(38 Starter)

 

Jugendklasse I:

- Siegfried Nießen     6. Platz  Skispringen

(42 Starter)


Jugendklasse II:

- Hubert Stahl             17. Platz  Langlauf

(87 Starter)

- Bernd Nießen          29. Platz  Langlauf

- Lothar Trost             33. Platz  Langlauf

 

In der Jugendstaffel erreichte unsere Staffel den 5. Platz von 9 gestarteten Staffeln.

Beim Spezialsprunglauf erreichte Siegfried Nießen einen  6. Platz.

Am 22.02.1970 nahmen unsere Senioren an einem Pokalskispringen in Hartenrod/Hessen teil und erreichten Platzierungen im Mittelfeld.

Am gleichen Tag nahmen Heinz und Friedhelm Diehl an dem Kohlenmeilerrennen der Skigilde Deuz in Walpersdorf teil und erreichten dort folgende Ergebnisse:

 

Allgemeine Klasse:

- Friedhelm Diehl         2. Platz

- Heinz Diehl                 6. Platz

 

 

Am 08.03.1970 führte unser Verein das letzte Abfahrtsrennen in der Mattenbach durch. Bedingt durch gute Schnee- und Witterungsverhältnisse wurden auf der gut präparierten Piste tolle Ergebnisse erzielt. In den unterschiedlichen Klassen gingen 91 Rennläufer an den Start.

Tagesbester war der Hüttentaler Hans-Hermann Andreas der auch den ausgelobten Pokal gewann. In der Jugendklasse II gab es einen Doppelsieg: unsere beiden Topfahrer Friedhelm Diehl und Bernd Nießen fuhren zeitgleich durchs Ziel. In der Jugendklasse I siegte Siegfried Nießen. Auf den Plätzen 4, 5 und 6 folgten Günter Wagener, Horst Seelbach und Paul Gräbener. In der Altersklasse I siegte Karl Klein aus Deuz und in der Altersklasse II Hermann Rohne aus Dreis-Tiefenbach. Den Schülerpokal gewann mit deutlichem Vorsprung Rudolf Brück vor Leo Kölsch, Erhard Schneider, Uli Steinberg und Jürgen Grübener.

Am 15.03.1970 führte der Club die Vereinsmeisterschaften im Langlauf durch.

In der Schülerklasse siegte Uli Wolf und in der Jugendklasse II wurde Bernd Nießen Vereinsmeister und verwies Hubert Stahl und Lothar Trost auf die Plätze 2 und 3. Vereinsmeister bei den Jungmannen wurde Walter Müller.

Nach dieser am Morgen durchgeführten Veranstaltung unternahmen 14 Skifreunde unter der Leitung von Sportwart Dieter Klose nachmittags noch eine Skiwanderung auf den Lahnhof. Diese Tour, die durch die herrliche Winterlandschaft über die Eisenstraße führte, wurde für alle zu einem schönen Erlebnis.

Die letzte Veranstaltung des Skijahres war der Winterkehraus am 25.04.1970 in Wunderthausen. 29 trinkfeste Skikameradinnen und Skikameraden waren mit einem Bus angereist und es wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und getrunken. An dieser Stelle sei auch noch einmal an die verschiedenen lustigen Begebenheiten mit dem leider all zu früh verstorbenen Herbert Thiemann erinnert, welcher als großer Schalkefan immer für eine nette Anekdote gut war.

Während der folgenden Monate standen natürlich diverse Trainingseinheiten auf dem Plan um sich für den kommenden Winter fit zu halten und in Form zu bringen.

Die Weihnachtsfeier am 2. Advent war wie immer für jung und alt eine schöne Veranstaltung.

In der letzten Woche des Jahres fiel jede Menge Schnee und so konnten alle Skisportler voller Erwartung auf das Neue Jahr 1971 blicken.

Zu dem am 01.01.1971 durchgeführten Neujahrsskispringen waren 28 Springer an die Ermelskopfschanze gekommen. Das unter diesen 28 Skispringern nur Klaus Trost der einzige Vertreter unseres Clubs war, wirkte für den ausrichtenden Verein etwas beschämend.

Sieger und Pokalgewinner war an diesem Tag der Rückershäuser Karl Hassler, welcher an diesem Tag bestechend schöne Sprünge zeigte und somit auch verdient für sich den Sieg verbuchen konnte.

Am 02.01.1971 führte der Verein auf seiner neu geschaffenen und gut hergerichteten Langlaufstrecke am Lahnhofer Weidekampen seinen Pokallanglauf durch. Bei herrlichem Winterwetter und optimalen Temperaturen gingen 105 Langläufer an den Start. Auf ihrer Hausstrecke konnten sich dann unsere Läufer auch einmal gegen die übermächtige Phalanx aus dem Wittgensteiner Land durchsetzen und recht beachtliche Erfolge erzielen. In der Jugendklasse II wurde Bernd Nießen und Lothar Trost nur ganz knapp von Udo Hassler aus Rückershausen auf die Plätze 2 und 3 verwiesen. In der Jungmannenklasse siegte Hubert Stahl ganz souverän mit über 6 Minuten Vorsprung vor dem Nächstplatzierten. Walter Müller konnte sich in einem Klassefeld von 32 Startern einen guten 13. Platz in der Allgemeinen Klasse sichern. Karl-Josef Steiner erreichte hier den 16. Platz.

Für das leibliche Wohl während dieser Veranstaltung sorgte unser Vereinskoch Willi Kölsch mit dem Verkauf von heißen Würstchen und hochprozentigen Getränken.

Am 03.01.1971 nahmen unsere alpinen Rennläufer an einem Riesenslalom in Walpersdorf oberhalb des Kohlenmeilers teil welcher dort von der Ski-Gilde Deuz veranstaltet wurde.

In der männlichen Jugend I kamen Siegfried Nießen und Rudolf Brück auf den Plätzen 2 und 3 ins Ziel. Heinz Diehl, Friedhelm Diehl und Bernd Nießen kamen an diesem Tag wegen Torfehler nicht in die Wertung.

Am 09. und 10.01.1971 nahmen unsere Langläufer an den nordischen Bezirks-meisterschaften des Skibezirks Rothaar in Rückershausen teil.

In der Jugendklasse I sicherte sich Siegfried Nießen von 28 Startern einen guten 6. Platz. In der Jugendklasse II kamen Bernd Nießen und Lothar Trost von 21 Startern auf die Plätze 7 und 8. Klaus Trost belegte in der Allgemeinen Klasse von 38 Startern einen 17. Platz. Bei den Sprungwettbewerben waren aus unserem Verein keine Springer am Start.

Am 16.01.1971 wurde in Großenbach die alpinen Bezirksmeisterschaften durchgeführt. Bei widrigen Wetter- und Schneeverhältnissen erreichten unsere Rennläufer nur mittlere Plätze. Die Seniorenwettkämpfe am 17.01.1971 mussten dann sogar gänzlich wegen des schlechten Wetters abgesagt werden.

Da auch in der Folgezeit bedingt durch Schneemangel weitere Rennen abgesagt wurden, stand es schlecht um den Rothaarcup welcher in diesem Jahr erstmalig in 7 Rennen ausgefahren werden sollte. Ersatzweise veranstaltete dann am 06.02.1971 der Ski-Club Eiserfeld und unser Verein in Altastenberg einen Slalom und einen Rieselslalom. Auch bei diesen beiden Rennen kamen unsere Rennläufer aufgrund sehr starker Konkurrenz nicht über Mittelplätze hinaus.

Am 13.02.1971 fand in unserem Vereinslokal (Horbes) ein bunter Karnevalsabend statt. Der Saal platzte fast aus den Nähten, denn die Band "Ansaris" sorgte für sehr gute Stimmung. Nachdem dann noch Lothar Trost als "Tegtmeier" mit Pfeife und Schlägerkappe die Bühne betrat, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Mit seinem Beitrag riss Lothar das Publikum zu immer neuen Lachsalven hin. Im Anschluß an die große Tombola wurde dann bis in die frühen Morgenstunden hinein getanzt und gezecht.

Damit war die Wintersaison aber noch nicht ganz beendet, denn am 24.04.1971 stand wieder ein feucht-fröhliches Ereignis auf dem Programm. In Feudingen fand der Winterabschlussball des Skibezirks Rothaar statt. Da alle Skivereine mit den trinkfestesten Mitgliedern angereist waren, wird dieser Abend nach kurzen Startschwierigkeiten bei allen Anwesenden in ewiger Erinnerung bleiben. An diesem Abend war es wieder einmal unser Skibezirksobmann Max Auerswald welcher mit seinem Akkordeon für unverwechselbaren Sound sorgte.

In den nun folgenden Monaten wurde fleißig weitertrainiert und mit Waldläufen hielten sich unsere nordischen und alpinen Sportler fit.

Bei einem Bezirkswaldlauf in Rückershausen erreichten unsere Sportler folgende Ergebnisse:

- Jugendklasse I:     Siegfried Nießen  Platz 1

- Jugendklasse II:    Lothar Trost  Platz 3  und Bernd Nießen  Platz 4

Bernd Nießen tat auch noch ein übriges um sich für die kommende Wintersaison fit zu halten und kaufte sich ein Paar Grasski um bei jeder sich bietenden Gelegenheit damit zu trainieren. Außerdem nahm er an regelmäßig stattfindenden Trainings- und Ausscheidungsrennen in Kaan-Marienborn teil.

Am 19.09.1971 fanden in Rückershausen dann die ersten Grasski-Bezirksmeisterschaften des Skibezirks Rothaar statt.

Nach spannenden Rennen konnte sich Bernd Nießen dann in der Jugendklasse II den Titel eines Grasski-Bezirksmeisters sichern.

Am 10.10.1971 wurde auf dem gleichen Hang das 2. Westdeutsche Besten-Rennen im Grasski gestartet. Bernd Nießen wurde in der Jugendklasse II antretend gegenüber starker Konkurrenz hervorragender Zweiter.

Aber nicht nur unsere alpinen Sportler taten etwas für ihre Fitness, nein, auch unsere nordisch ambitionierten Sportler trafen sich jeden Montagabend in der Turnhalle um dort unter der Anleitung von Dieter Klose und Hubert Wüst die notwendigen Grundlagen für den nächsten Winter zu erarbeiten.

Die jugendlichen Springer fuhren dann auch außerdem Samstags und Sonntags mit ihrem Trainer Hubert Wüst und Betreuer Dieter Klose zum Sprungtraining an die Mattenschanze nach Meinerzhagen. Selbst Hubert Wüst, welcher sich vor zwei Jahren beim Skispringen schwer verletzt hatte, war den jungen Springern das beste Vorbild indem er selbst wieder mit sprang. Heinz Brück, Rudolf Brück und Jürgen Grübener brachten es in Meinerzhagen auf über 200 Sprünge auf der Mattenschanze.

Im März 1971 gab unser Vereinsmitglied Heinz Groos seiner Mechtild das Ja-Wort und im Mai 1971 heiratete Heinz Stötzel seine Bärbel. Beide Male überreichte unser Vorsitzender Hans Stahl ein Geschenk des Vereins und wünschte den Beiden alles Gute für ihre Ehe.

Im Herbst 1973 wurde unter der Leitung von Hubert Wüst und Dieter Klose auch das Hallentraining für unsere Skispringer wieder aufgenommen und intensiviert.

Ab dem 16. September 1973 wurde unter der Leitung von Anneliese Janßen für die Damen des Vereins ebenfalls Gymnastik- und Hallensport angeboten.

Da die Jugend- und Schülergruppe nicht zu kurz kommen durfte, hatten sich Rudolf Brück und Berthold Wagener als Übungsleiter bereit erklärt, am Freitagnachmittag Jugend- und Schülertraining in der Turnhalle der Johannlandschule durchzuführen. Alle vorgenannten Gruppierungen trafen sich außerdem noch regelmäßig zu Waldläufen um die persönliche Fitness zu verbessern.

Natürlich war daraus resultierend der Ergeiz, sich bei diversen Wettkämpfen mit den Sportlern und Sportlerinnen anderer Vereine zu messen. So waren die Aktiven aller Altersklassen regelmäßig bei den Frühjahrs- und Herbstwaldlauf-Meisterschaften des Skibezirks -Rothaar- am Start und konnten dort durchaus beachtliche Ergebnisse erzielen.

In all den Jahren nahmen Mitglieder des Vereins auch regelmäßig an den Veranstaltungen der anderen Ortsvereine teil.

Als soziale Verpflichtung in diesen Jahren sah es der Ski-Club, den jährlichen Martinszug für die Kinder des Ortes Hainchen zu organisieren und auszurichten.

Wegen Schneemangel und schlechtem Wetter über mehrere Wochen Anfang des Jahres 1974 mussten die alpinen Wettkämpfe des Vereins allesamt auf die Ortschaft Großenbach verlegt werden.

Da die Verantwortlichen des Vereins schon seit Anfang des Jahres 1970 die Erweiterung des Skigebietes "Ermelskopf" geplant hatten, war es nun endlich so weit, dass im Frühjahr 1974 eine erste Ortsbesichtigung stattfand. Teilnehmer waren: Gemeindedirektor der Gemeinde Netphen Herr Dr. Jartwig, Vertreter der Kreisverwaltung Siegen, Vertreter des Westdeutschen Skiverbandes und die Mitglieder des Vorstandes unseres Vereins. Die vorgenannte Kommission kam in Übereinstimmung zu dem Beschluß, dem Ski-Club den erweiterten Bereich des Ermelskopfes in Richtung Geiersgrundbach zur alpinen Nutzung zu überlassen.

Am 11.05.1975 stellte der Ski-Club bei den Bezirksfrühjahrswaldlaufmeisterschaften in Oberhundem mit insgesamt -36- Teilnehmern das zahlenmäßig stärkste Vereinskontingent. In den Mädchenklassen sowie der Juniorenklasse stellte der Verein mit Carola Trost, Sieglinde Nießen sowie Rudolf Brück die Bezirksmeister im Waldlauf.

Am Tag zuvor war Bernd Nießen als bester Abfahrtsläufer des Skibezirks -Rothaar- für die vergangene Saison in Oberhundem geehrt und ausgezeichnet worden.

Nach der Rückkehr unserer erfolgreichen Aktiven aus Oberhundem wurde im Dorf spontan ein Umzug organisiert und die Bewohner ließen unsere Sportler hochleben.

Am 12. Oktober 1975 fand die Bezirksgrasskimeisterschaft in der Mattenbach statt. Als Spitzenläufer im Westdeutschen Skiverband ging hier unser Skikamerad Bernd Nießen an den Start.

Auf dem Gemeindesportball der Gemeinde Netphen am letzten Oktoberwochenende wurde dann noch Jürgen Grübener als Bezirksmeister des vergangenen Winters in der Schülerklasse durch Bürgermeister Zimmermann für seine Leistungen im Skispringen geehrt und ausgezeichnet.

Aber nicht nur Freude und Erfolg gab es in dem Jahr 1975:

Im Sommer diesen Jahres verstarben unsere langjährige Vereinswirtin Theresia Diehl (Horbes Oma) und unser Skikamerad Fritz Wüst (Ferschtersch Fritz). Beide sind noch heute unter den älteren Vereinsmitgliedern in guter Erinnerung.

Die Jahreshauptversammlung am Buß- und Bettag verlief äußerst harmonisch und in der Vereinsführung blieb nach der Wiederwahl des Vorstandes alles beim Alten.

Als erste Veranstaltung im neuen Jahr 1976 stand unser traditionelles Neujahrsskispringen auf dem Terminkalender. Leider mußte die Vereinsführung mangels Schnee kurzfristig dieses Springen absagen. Als neuer Austragungsort sprang Wunderthausen in die Bresche.

Am 07. Februar 1976 lag aber genug Schnee und der Verein konnte bei optimalen Bedingungen in der Mattenbach ein Abfahrtsrennen durchführen zu dem 140 Starter und Starterinnen gemeldet hatten.

Am 14. Februar 1976 fand auf der Ermelskopfschanze ein Nachtskispringen unter Flutlicht statt. Aufgrund der schlechten Witterung hatten leider nur 18 Starter für diesen Wettkampf gemeldet.

Bei dem am 15. Februar 1976 auf der Hainchener Höhe stattfindenden Bezirkslanglauf über die Distanz von 15 Kilometern waren 146 Langläufer am Start. Bei diesem Wettkampf konnten sich die Sportler Walter Müller, Hubert Stahl, Bernd Nießen, Siegfried Nießen, Berthold Wagener und Rudolf Brück gute bis sehr gute Plazierungen erlaufen.

In der letzten Woche im März 1976 verbrachten -14- Sportler unseres Clubs einen Skiurlaub in Innichen (Südtirol) welcher auch heute noch nach über 30 Jahren bei den Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben ist.

Im Sommer 1976 verstarb nach langer, schwerer Krankheit unser Vereinsmitglied Günter Wagener (Stoahls Günter).

Durch den Vorstand des Clubs wurde im Frühjahr wie auch im Herbst je ein Wandertag durchgeführt. Als Ziele hatte man Fellerdilln und den Eichholzkopf ausgesucht. An beiden Wanderungen nahmen jeweils über -50- Vereinsmitglieder teil.

Die Trainingseinheiten in den einzelnen Gruppen in der Turnhalle wurden regelmäßig und durchweg gut besucht und erfreuten sich allgemeiner Beliebtheit.

Nach dem Jahreswechsel gingen am Neujahrstag 1977 bei schlechter Witterung leider nur -19- Skispringer an den Start unseres Neujahrsskispringen. Nach nur einem Durchgang wurde das Springen durch die Kampfrichter abgebrochen. Aufgrund der Wetterlage und des starken Regens war an einen regulären Wettkampf nicht mehr zu denken.

Am 16. Januar 1977 fand das jährliche Mattenbachrennen für die alpinen Sportler statt. In den einzelnen Klassen hatten insgesamt -74- Starter und Starterinnen gemeldet.

Der Jedermann-Skitag mußte ebenso wie der Volksskilauf auf der Hainchener Höhe mehrmals wegen der mangelnden Schneelage verlegt und dann ganz abgesagt werden. Ebenso konnte das Pokalskispringen im Februar auf der Ermelskopfschanze wegen des schlechten Wetters nicht durchgeführt werden.

Am 25. März 1977 wurde unsere Skikameradin Monika Nießen für ihre erbrachten Leistungen im vergangenen Winter in ihrer Klasse zur Sportlerin des Jahres der Gemeinde Netphen in der Kulturhalle geehrt und ausgezeichnet.

Im Frühjahr 1977 wurde das Gebiet unterhalb des Skihanges um ca. 2.200 qm erweitert. Die Gemeinde Netphen hatte dieses Grundstück erworben um dem Verein zur sportlichen Nutzung überlassen. Im gleichen Jahr wurde auch ein Stromaggregat für die Sicherstellung der Beleuchtung des Skihanges angeschafft. Die Gemeinde Netphen stellt auf Antrag 3.000,-- DM für die Flutlichtanlage am Skihang zur Verfügung.

Im Sommer und im Herbst nahmen Aktive aller Altersklassen an verschiedenen Laufveranstaltungen des Skibezirks -Rothaar- teil.

Die Skihütte und auch der Bereich um die Hütte waren durch unermüdliche Helfer umgebaut und erweitert worden. Auf dem neu geschaffenen Hüttenvorplatz wurden im Sommer die ersten Feste gefeiert.

Der Winter 1977/1978 blieb allen Vereinsmitgliedern als schneearmer Winter in Erinnerung. Deshalb konnten im ganzen Skibezirk nur sehr wenige Wintersportveranstaltungen durchgeführt werden.

Am 08. April 1978 fand die Frühjahrsversammlung des Skibezirks in Hainchen statt. Als Austragungsort hatte der Verein die Wasserburg gewählt. 44 Abgeordnete aus 14 Vereinen waren der Einladung des Bezirksvorsitzenden gefolgt um in stilvoller Umgebung die Planungen für den nächsten Winter umzusetzen.

Die Frühjahrs- und Herbstwanderung erfreute sich auch in diesem Jahr wieder allgemeiner Beliebtheit.

Am 17. September 1978 gingen bei dem 4. Hainchener Grasskirennen in der Mattenbach insgesamt -28- Teilnehmer an den Start.

Am 03. November 1978 wurde mit einer 2/3-Mehrheit die Fusion mit dem TuS Johannland abgelehnt! Der Verein behielt somit seine Eigenständigkeit und hat sie bis heute bewahrt!

In den Wintermonaten Januar bis März 1979 herrschten fast die ganze Zeit über gute bis sehr gute Schneeverhältnisse vor.

Der Verein führte mehrere vom Starterfeld her gut besuchte Wettkämpfe im nordischen sowie im alpinen Bereich durch.

Hervorzuheben sind hier der Volksskilauf sowie die Gemeindemeisterschaften in unserer Loipe auf der Hainchener Höhe. Bei dem Volksskilauf am 28. Januar waren 248 Teilnehmer am Start.

Am 04. Februar 1979 fand auf der Ermelskopfschanze ein Nachtspringen statt. Hierzu hatten 34 Skispringer aus den umliegenden Skivereinen des Skibezirks -Rothaar- gemeldet.

Im Januar 1979 wurde der Kauf eines kleinen mobilen Skilifts für unseren Skihang getätigt.

Am 11. Februar 1979 fanden die alpinen Gemeindemeisterschaften der Gemeinde Netphen auf unserem Skihang statt. Hierbei bestand unser kleiner Lift seine Bewährungsprobe!

An den restlichen Winterwochenenden nahmen unsere aktiven Sportler und Sportlerinnen an den verschiedensten Wettkämpfen unserer Nachbarvereine teil.

Im Sommer 1979 beteiligte sich der Ski-Club aktiv mit einem Festwagen an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hainchen.

Nach dem Gesetzt der Serie folgt nach einem schneereichen Winter meistens ein Winter mit wenig Schnee. Im Jahr 1980 konnten unsere Aktiven nur an wenigen Tagen auf Schnee trainieren und an Wettkampfsport war aufgrund der Wetterlage in unserer Region nicht zu denken!

So wurden durch den Verein nur am 19. Januar 1980 die alpinen Clubmeisterschaften bei stark verkürzter Streckenlänge an unserem Skihang durchgeführt.

Für den Erwerb eines Loipenspurgerätes wurden in diesem Jahr Zuschüsse i.H.v. 13.600,-- DM gewährt!

Mit den Haubergsgenossenschaften wurde ein Vertrag über die Nutzung der Loipe auf der Hainchener Höhe geschlossen.

Im September des Jahres 1980 wurde dann unsere Skihütte nochmals erweitert und umgebaut. Bei dem Umbau zeigten vor allem etliche jüngere Vereinsangehörige unermüdlichen Einsatz.

Anfang Januar 1981 konnte dann endlich das Loipenspurgerät angeschafft werden. Außerdem wurden auch die Hinweisschilder und die Loipenbeschilderung angebracht.

Am 24. Januar 1981 führte der Verein wieder seinen alljährlichen Volksskilauf durch. Durch den  Ausfall dieser Veranstaltung im Jahr zuvor waren bei guter Schneelage über -400- Langläufer auf die Hainchener Höhe gekommen!

Dank des neuen Spurgerätes fanden alle Langläufer beste Wintersportbedingungen vor und die Veranstaltung wurde zu einem vollen Erfolg für den Verein.

In den nächsten Wochen folgten dann das Nachtspringen auf der Ermelskopfschanze sowie das Mattenbachrennen. Auch hier gingen dank guter Schneelage eine große Anzahl Wintersportler an den Start.

Den Abschluß des Winters 1981 bildeten die alpinen und nordischen Gemeindemeisterschaften der Gemeinde Netphen. Auch hier waren jeweils ein zahlenmäßig starkes Starterfeld gemeldet.

Das Jahr 1981 war auch ein Jahr der Feierlichkeiten:

Am 06. März 1981 feierte der Ski-Club sein 25-jähriges Vereinsjubiläum in der Wasserburg.

Am 25. Mai 1981 hatte der Verein alle Hainchener Dorfvereine sowie die Dorfbevölkerung anlässlich seines Jubiläums zu einer weiteren Feier in die Turnhalle der Johannlandschule eingeladen. Zu dieser Feier konnten die Verantwortlichen des Vereins außerdem noch die Freiwillige Feuerwehr Hainchen, die Musikkapelle Werthenbach sowie die Abordnungen der befreundeten Skivereine begrüßen.

Während dieser Festveranstaltung wurden auch langjährige und verdiente Clubmitglieder für ihr Engagement im Verein geehrt und ausgezeichnet.

Natürlich wurde im Frühjahr und auch im Herbst wieder gewandert und auch im Laufbereich und in der Sparte -Grasski- waren unsere aktiven Sportler mit von der Partie wenn es um Urkunden, Punkte und Pokale ging!

In dem Jahr 1981 waren nicht nur freudige Ereignisse zu vermelden!

In diesem Jahr verstarben gleich -4- Vereinsmitglieder. Unter starker Anteilnahme wurden Lorenz Ermert, Josef Hartmann, Hubert Kölsch (Merares Hubert) und Claudia Trost zu Grabe getragen. Es ist uns Verpflichtung, auch sie in guter Erinnerung zu behalten!

Das Jahr 1982 brachte bis in die erste Februarwoche fast überhaupt keinen Schnee, so dass an die Ausübung von Wintersport nicht zu denken war.

Bedingt durch starken Schneefall kurz vor dem ersten Februarwochenende führte der Club am 05. Februar ein Pokal-Nachtskispringen und am folgenden Tag einen Volksskilauf durch.

Am 12. Februar 1982 wurde dann ganz offiziell unser Skihang eingeweiht. Unser Clubmitglied Hubert Wüst hatte mit einigen Helfern eine Schneewalze gebaut, welche nun erstmalig zum Einsatz kam.

Parallel mit der Einweihung wurden anschließend die alpinen Vereinsmeisterschaften durchgeführt und am nächsten Tag wurde der Schnee durch einsetzenden Dauerregen buchstäblich weggespült!

Von Seiten des Gemeindesportamtes wurde dem Verein erlaubt, bei entsprechender Schneelage, über die 400-m-Bahn rund um den Sportplatz eine Langlaufspur zu legen um dort unter Flutlicht zu trainieren.

Eine weitere Vergrößerung der Skihütte kam leider nicht über die Planungsphase hinaus und wurde wieder zu den Akten gelegt.

Erstmalig waren in dem Jahr 1982 die Teilnehmerzahlen bei den Vereinswanderungen stark rückläufig.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte war der Verein Ausrichter des Herbst-bezirkswaldlaufes des Skibezirks -Rothaar-.

Der Winter 1982/1983 zeigte sich auch wieder von einer eher schlechten Seite:

Im gesamten Skibezirk konnten nur ganz wenige Veranstaltungen ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Da die Winter in unserer Region immer schneeärmer werden, verlegten sich unsere Sportler des Öfteren auf die Sportarten Waldlauf und Fußball.

Durch die Heirat unseres Hüttenwartes Rudolf Brück und der damit einhergehenden Aufgabe dieser Tätigkeit kam das Vereinsleben fast zum erliegen. Zu der sonst immer gut besuchten Frühjahrswanderung erschienen in diesem Jahr nur -2- Vereinsmitglieder!

Der Herbstwaldlauf erfreute sich allgemeiner Beliebtheit, wobei die Teilnehmerzahl aber ruhig zahlenmäßig noch zulegen könnte.

Für die ganz jungen Vereinsmitglieder wurde, wie jedes Jahr, auch wieder eine kleine Nikolausfeier ausgerichtet.

Ende November 1983 konnte dann ein alter Bauwagen, welcher unter großem Einsatz von einigen Vereinsmitgliedern um- und ausgebaut worden war, auf seinen Standplatz auf die Hainchener Höhe gezogen werden. Dort am Rand des ersten Wanderparkplatzes aufgestellt, sollte er als Wettkampfbüro und Verkaufsstand bei Wintersportveranstaltungen dienen.

Auch in diesem Jahr wurde wieder ein junges Vereinsmitglied aus unserer Mitte gerissen:

Durch einen tragischen Unfall verstarb Hansi Steinberg (Dillches Hansi) und die Skikameraden geleiteten ihn zur letzten Ruhe. Auch Hansi werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.

Im neuen Jahr 1984 fielen das Neujahrsskispringen sowie auch das Mattenbachrennen wieder dem schlechten Winterwetter zum Opfer!

Einzig im Februar bescherte und der Wettergott zwei Schneewochenenden an denen Wintersport betrieben werden konnte. So wurde Berthold Wagener als Tagesschnellster Gemeindemeister im Abfahrtslauf.

An dem zweiten Schneewochenende waren dann trotz leichtem Regen noch über 100 Langläufer beim 6. Hainchener Volksskilauf am Start.

Am 29. Juni 1984 wurde der 1. Wasserburglauf durchgeführt. Dank der äußerst tatkräftigen Unterstützung durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hainchen und auch durch die Mithilfe die DRK-Ortsgruppe Irmgarteichen wurde diese Laufveranstaltung ein voller Erfolg!

Anfang Juli nahm eine Fußballmannschaft unseres Clubs an einem Fußballturnier bei dem Ski-Club Neuastenberg teil. Da sich einige der Balltreter in der Pause vor dem Spiel um den Turniersieg zu ausgiebig Bier und Kuchen hingegeben hatten, blieb leider nur Platz 2 übrig!

Im Juli wurde Monika Brück Gemeindemeisterin der Gemeinde Netphen im Grosslauf!

Im Herbst 1984 wurden die ersten Planungen zur Verlegung einer Stromleitung zum Ermelskopf in Angriff genommen.

Am 23. November 1984 wird ein erneuter Fusionsantrag mit dem TuS Johannland mehrheitlich durch die Mitglieder des Vereins abgelehnt!

Der Winter 1984/1985 brachte wieder wenig Schnee und somit mussten im ganzen Skibezirk die langfristig und mit viel Aufwand geplanten und organisierten Wintersportveranstaltungen verlegt und dann meistens ganz abgesagt werden.

An alpinen Skilauf war überhaupt nicht zu denken und nur an wenigen Tagen konnten die freiwilligen Helfer unsere Loipe spuren und den Verkaufswagen am Loipenanfang betreiben. Dort wurden Glühwein, heiße Würstchen und Hochprozentiges den Langläufern feilgeboten.

Der Winter, der eigentlich keiner war, ging zu Ende und man konzentrierte sich wieder auf das Hallen- und Lauftraining.

Die einzelnen Trainingseinheiten werden aber von immer weniger Sportbegeisterten besucht. Vor allem im Schüler- und Jugendbereich nimmt die Teilnahmebereitschaft drastisch ab!

Auch bei den sonstigen gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins geht die Teilnahmebereitschaft leider immer mehr zurück!

Bei dem 2. Wasserburglauf waren 180 Läufer und Läuferinnen in der verschiedenen Klassen am Start. Als Ehrengast konnte man das damalige MdB Paul Breuer begrüßen.

Die Verlegung des Stromkabels zu unserer Skihütte konnte wegen diverser Finanzierungslücken noch nicht in Angriff genommen werden.

Auch im Winter 1985/1986 bleibt der Schnee weitgehend aus und somit fallen der Schneearmut, wie auch schon in den Jahren zuvor, sehr viele Veranstaltungen und Wettkämpfe zum Opfer.

Am 02. Februar 1986 konnte der Ski-Club, begünstigt durch einen kurzfristigen Wintereinbruch den 8. Volksskilauf mit -164- Teilnehmern durchführen. Sogar aus Essen war ein ganzer Bus mit Langläufern nach Hainchen gekommen.

In der letzten Märzwoche fuhr eine Gruppe Skikameraden mit dem Bus zu einem Skiurlaub nach Ried im Zillertal.

Die Frühjahrswanderung wurde bei schönem Frühsommerwetter durchgeführt und es hatten sich auch eine stattliche Anzahl Vereinsmitglieder anschließend an der Skihütte eingefunden. Speziell für die Jüngsten stellte sich Club-Kamerad Meinolf Stahl als Waffelbäcker selbstlos zur Verfügung. Noch lange danach sprach man von einer gelungenen Veranstaltung.

Am 20. Juni 1986 wurde der 3. Wasserburglauf mit -194- Teilnehmern gestartet. Auch bei dieser Laufveranstaltung zeigte sich wieder einmal die gute und einvernehmliche Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Hainchen und der DRK-Ortsgruppe Irmgarteichen.

Am 12. Juli 1986 hatte der Vorstand zum Sommerfest an der Skihütte eingeladen. Bei herrlichem Wetter waren recht viele Clubmitglieder der Einladung gefolgt und man traf etliche Gäste, die sich schon lange nicht mehr hatten sehen lassen.

Während der Sommermonate nahmen unsere Aktiven noch an den verschiedensten Lauftreffs in der näheren Umgebung teil und erzielten teilweise recht gute Platzierungen.

Am 31. Oktober 1986 besuchten 28 Mitglieder des Vereins im Rahmen eines Ausflugs das Opel- werk in Bochum. Im Anschluss an die Werksbesichtigung hatten alle noch Zeit zu einem gemütlichen Einkaufsbummel in Bochum. Auf der Heimfahrt kehrte man dann noch in der Gaststätte "Zu den drei Königen" in Hünsborn ein um dort den Tag ausklingen zu lassen.

Ende 1986 beschloss der Vorstand ein neues Spurgerät zu kaufen. Das vorhandene Spurgerät sollte in Zahlung gegeben werden. Noch Ende Dezember wurde der Kauf getätigt und fast ausschließlich durch Zuschüsse und Inzahlungnahme des alten Gerätes bewerkstelligt.

Eine Stromleitung zur Hütte gibt es auch im Jahr 1986 noch nicht!

Im Winter 1986/1987 nahmen auch wieder etliche unserer Aktiven an verschiedenen Wettkämpfen im Bereich des Skibezirks -Rothaar- teil.

Aber ist hier auch, was die Anzahl der Sportler betrifft, leider ein stetiger Rückgang zu verzeichnen.

Hervorzuheben ist jedoch das große Engagement unserer Jugendwartin Gabriele Büdenbender, welche mit ihrer 12-15 Jugendlichen umfassenden Laufgruppe bei den unterschiedlichsten Wettkämpfen recht beachtliche Ergebnisse erzielen konnte.

Aus der Tatsache, dass die Winter immer schneeärmer werden, kann man erkennen, dass der Trend mehr in Richtung Freiluftsportarten geht, die wie Waldlauf oder Radfahren, zu jeder Jahreszeit ausgeübt werden können.

Die Wanderungen im Frühjahr und Herbst sowie auch das Sommerfest waren nicht so besucht wie in dem Jahr zuvor. Trotzdem hatten aber alle die, die dabei waren, riesigen Spaß!

Völlig überrascht waren alle Verantwortlichen und Beteiligten über das sehr gute Verkaufsergebnis des 1. Hainchener Skibasars am Buß- und Bettag 1987 im Bürgerhaus in Hainchen.

Der Antrag auf Stromversorgung unserer Skihütte war wieder einmal abschlägig beschieden worden. Durch den Vorstand wurde jedoch umgehend Widerspruch gegen den Bescheid des Kreises Siegen-Wittgenstein eingelegt. Vielleicht entscheidet Arnsberg ja zu unseren Gunsten.

Im Dezember 1987 und im Januar 1988 fielen alle geplanten Wintersportveranstaltung dem fehlenden Schnee zum Opfer!

Erst Ende Februar konnten durch den Verein die Gemeindemeisterschaften im Langlauf in Heiligenborn ausgerichtet werden. Der Ski-Club stellte mit -28- Startern das zahlenmäßig stärkste Vereinskontingent.

Am 06. März 1988 richtete der Verein noch seine Langlaufveranstaltung für Jedermann auf der Hainchener Höhe aus. Die Verantwortlichen konnten sich über eine überaus rege Teilnahme freuen.

Da der Wasserburglauf schon zu einem festen Bestandteil in unserem Veranstaltungskalender geworden war, zeugt von der Teilnahme von -148- Startern in den unterschiedlichen Klassen. Schönes Wetter, gute Laufergebnisse sowie eine hervorragende Organisation waren Ende Juni der Garant für eine gelungene Veranstaltung.

Ende Juli 1988 war ein Ortstermin am Ermelskopf mit Vertretern von Forstverwaltung, Gemeinde Netphen, Kreis Siegen-Wittgenstein, dem Ortsvorsteher sowie dem Vorstand des Vereins anberaumt.

Grund: Verlegen eines Stromkabels zur Skihütte und damit verbunden die Erweiterung des Skigebietes hinter der Sprungschanze.

Die Kommission kam leider zu keinem abschließenden Ergebnis und die Einspruchsentscheidung aus Arnsberg ließ weiter auf sich warten.

Die Teilnahme am Sommerfest 1988 ließ leider auch wieder zu wünschen übrig.

Im Spätsommer und im Herbst 1988 nahmen hauptsächlich unsere Schüler und Jugendlichen unter der Leitung von Gabriele Büdenbender an verschiedenen Lauftreffs im Siegerland und im Dillkreis mit teils recht guten Ergebnissen teil. Die Trainingseinheiten der Schüler- und Jugendgruppe sind auch weiterhin gut besucht.

Beim Fußballturnier der Ortsvereine errang die Mannschaft des Ski-Clubs den 1. Platz!

 

 

Der Winter 1988/1989 war der Witterung entsprechend  ein totaler Reinfall! Wintersport konnte leider überhaupt nicht ausgeübt werden. Es war das erste Mal in der 33-jährigen Vereinsgeschichte, dass überhaupt keine Wintersportveranstaltung durchgeführt werden konnte.

Für eine große Anzahl von Vereinsmitglieder gab es aber doch noch eine Art Entschädigung:   -40-Clubmitglieder verbrachten in der Zeit vom 18. März bis zum 25. März 1989 einen Skiurlaub in Hippach im Zillertal von dem die Teilnehmer heute noch schwärmen.

Schon recht früh hatte Gabriele Büdenbender ihre Lauftruppe wieder fit gemacht. Im Laufe des Jahres nahmen unsere jungen Sportler und Sportlerinnen an insgesamt -12- Wettkämpfen im Siegerland, Sauerland und im Lahn-Dillkreis teil.

Bei der 750-Jahrfeier in Netphen bereicherte unser Verein den Festzug mit einer Abordnung auf Rollski.

Bei den "Wandertagen" und unserem Sommerfest hätten sich auch ruhig mehr Clubmitglieder sehen lassen können.

Auf der Jahreshauptversammlung im November 1989 wurde u.a. auch wieder das Thema "Strom für den Ermelskopf" aufgegriffen. Nach kontrovers geführter Diskussion wurde endlich durch die Versammlung für die Verlegung eines Erdkabels gestimmt.

Ebenso wurden die Vorbereitungen für die Teilnahme an der 700-Jahrfeier des Dorfes Hainchen in Angriff genommen.

Mit der traditionellen Nikolausfeier in unserem Vereinslokal endete das Vereinsjahr.

Der Winter 1989/1990 verlief genau so wie das Jahr zuvor: Es gab kein Schnee, zumindest nicht genug um Wintersport zu betreiben.

Im Ski-Bezirk fielen fast alle geplanten Wettkämpfe dem Schneemangel und der schlechten Witterung zum Opfer.

Als Entschädigung für entgangene Wintersportfreuden fuhren Ende März 1990 wieder -25- Clubmitglieder nach Hippach im Zillertal um dort den Schnee und andere Dinge ausgiebig zu genießen.

Die Laufgruppen nahmen ihr Training wieder auf und auch die Übungsstunden in der Turnhalle erfreuten sich allgemeiner Beliebtheit.

Bei den Wanderungen sowie auch beim Sommerfest waren alle die anwesend und beteiligt, die eigentlich immer dabei waren.

Beim großen Festumzug anlässlich der 700-Jahrfeier unseres Dorfes war der Verein mit einem großen Festwagen, der Rollskimannschaft und Herbert Büdenbender mit dem Loipenspurgerät mit von der Partie.

In diesem Frühjahr 1990 begann auch die Karriere unseres Rollskifahrers Ingo Büdenbender.

 

Nachdem Ingo durch sehr gute Ergebnisse bei verschiedenen Meetings in Erscheinung getreten war, zeigte auch der Westdeutsche Skiverband (WSV) Interesse und Ingo wurde zu diversen Trainingslagern und Lehrgängen eingeladen.

Während des gesamten Jahres zeigten die einzelnen Laufgruppen bei den unterschiedlichsten Lauftreffs, nicht nur im Skibezirk -Rothaar-, Präsenz und erzielten gute Platzierungen.

Im Herbst 1990 wurde ein tragbares Stromaggregat für die Stromversorgung am Ermelskopf angeschafft.

Bei der jährlich an Buß- und Bettag stattfindenden Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs lässt die Anzahl der anwesenden Vereinsmitglieder von Jahr zu Jahr mehr zu wünschen übrig. Bei einer Mitgliederzahl von 150 waren in den letzten Jahren maximal -25- Vereinmitglieder bei den zurückliegenden Jahreshauptversammlungen anwesend.

Da auch zu Beginn des Jahres 1991 das Neujahrsskispringen wegen Schneemangel ausfallen musste, begann das Vereinsjahr mit der Familienfeier am zweiten Januarwochenende. Angesichts des durchaus bemerkenswerten Aufwandes, sowie der Tatsache, dass alle Mitglieder persönlich eingeladen wurden, füllten gerade einmal rund 40 Clubmitglieder den Saal unseres Vereinslokals. Eine schon fast beschämende kleine Zahl.

Am 17. Februar 1991 konnte aber dann wieder bei genügend Schneeauflage ein Volksskilauf auf der Hainchener Höhe durchgeführt werden. Trotz kurzfristiger Ansetzung waren rund 130 Langläufer und Langläuferinnen am Start.

Bereits eine Woche später richtete der Verein die Gemeindemeisterschaften im Langlauf auf der Hainchener Höhe aus. Auch bei dieser Veranstaltung war unsere Loipe, dank der Aktiven des  Vereins, bestens präpariert worden und alle Langläufer kamen bei schönem Winterwetter voll auf ihre Kosten.

Weitere nennenswerten wintersportlichen Aktivitäten wurden von den Sportlerinnen und Sportlern unseres Vereins nicht entfaltet.

In der letzten Märzwoche verbrachten wieder 24 Erwachsene, Jugendliche und Kinder eine Skifreizeit in der Gemeinde Hippach in Tirol.

Eine Ausnahme in unserem wettkampfmäßig zur Zeit wenig ambitionierten Verein stellte auch in diesem Jahr wieder Ingo Büdenbender dar:

An allein fünf einwöchigen Lehrgängen nahm unser Mitglied des A-Kaders - Langlauf - des WSV auf Einladung durch den Verband teil.

Diese Reisen führten Ingo zum Jahreswechsel 1990/1991 nach St. Moritz, im Juli auf die Insel Sylt, im August auf den Dachstein und im Oktober nach Oberhof. Anschließend folgte noch ein Trainingsaufenthalt in Obertauern.

Unsere Frühjahrswanderung am 09. Mai 1991 läutete wie in jedem Jahr die Sommersaison ein. Unter der Leitung unseres neuen Wanderwartes Herbert Büdenbender war es wieder eine gelungene Veranstaltung.

Alles andere als gelungen - nämlich ausgefallen - war der für den 5. Juli 1991 angesetzte Wasserburglauf. Wenige Tage vor dem geplanten Termin erfuhr der Vorstand, dass uns aufgrund des Sommerfestes der

Johannlandschule, die ebenfalls eingeplanten Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stehen würden. Da wir auf Duschen und Umkleidekabinen aber zwingend angewiesen waren, blieb dem Verein nur die Absage dieser Veranstaltung.

Kurz vorher, nämlich vom 28. - 30. Juni 1991, war unsere von Reinhold Neuser durchgeführte Jugendfreizeit zumindest von der Teilnehmerzahl her ein voller Erfolg. Die SGV-Hütte platzte aus allen Nähten. Der Besuch der Karl-May-Festspiele, gemeinsame Mahlzeiten mit entsprechender Arbeitsaufteilung unter den Kindern und Jugendlichen, sowie gemeinsame Unternehmungen haben, wie wir glauben, zum Gemeinsinn und zur Kameradschaft unter unseren jungen Mitgliedern in nicht unerheblichen Maße beigetragen.

Den Sommer über nahmen unsere Laufgruppen noch an mehreren Wettkämpfen im Bezirk teil.

Mit der Herbstwanderung am 03. Oktober 1991 endete die Sommersaison. Alle Wanderer konnten einen schönen Tag genießen welcher in der Skihütte feucht-fröhlich endete.

Die Teilnehmerzahl an der Familienfeier am 26. Oktober 1991 war leider noch geringer als im vorangegangenen Jahr. Die Teilnehmer verlebten einen schönen Abend und wollten diese Veranstaltung auch in Zukunft nicht missen!

Der Skibasar am 20.11.1991 versetzte selbst die größten Optimisten des Vereins in Erstaunen:

Mit rund 450 zum Verkauf stehenden Artikel und ungezählten Interessenten wurden rund 7.500,--DM nur in Wintersportartikeln umgesetzt. Dazu kam noch der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken. Damit war der Skibasar die wohl populärste Veranstaltung unseres Vereins in diesem Jahr.

Durch den Schnee der Saison 1990/1991 ermutigt und über die Mähwerke der Gemeinde Netphen enttäuscht, wurden im Herbst 1991 durch den Verein auf eigene Kosten moderne Mähwerkzeuge angeschafft um sowohl den Skihang wie auch den Schanzenhang auf den kommenden Winter optimal vor zu bereiten. Bei diesen schweißtreibenden Mäharbeiten in dem steilen Gelände waren aber immer genügend freiwillige Helfer vor Ort um sich gegenseitig abzulösen.

Thema des ganzen Jahres über war auch die geplante Schutzhütte mit Geräteraum am Wanderparkplatz Hainchener Höhe. In langwierigen Verhandlungen konnte ein kleines Grundstück von der dort verantwortlichen Haubergsgenossenschaft angepachtet werden.

Nachdem auch der Bauantrag gestellt war und diverse Zuschüsse von Kreis und Gemeinde in Aussicht gestellt worden waren, ging man seitens des Vereins davon aus, dieses Vorhaben Anfang 1992 zu realisieren.

Nebenbei entfalteten die Mitglieder kleinere Aktivitäten, wie Teilnahme an örtlichen und überörtlichen Sitzungen, Loipenbeschilderung, Waldaufräumaktion und Baumaßnahmen rund um unsere Skihütte.

Der Vorstand tagte in diesem Jahr übrigens 14 mal.

Alles in allem kann der Club wieder auf ein recht aktives Jahr zurückblicken. Leider werden diese Aktivitäten nur von einem kleinen Kreis unserer Aktiven getragen. Die große Mehrheit verhält sich eher passiv. Um auch regional bestehen zu können, brauchen wir zukünftig auch wieder mehr wettkampffähige Sportler. Auch hier gilt es, Mittel und Wege zur Sicherung der Existenzberechtigung unseres Vereins zu finden.

Zu der am 22.11.1991 anberaumten Jahreshauptversammlung waren leider nur -26- Mitglieder erschienen. Nach dem alljährlich fast gleichen Ablauf der Versammlung mit den Wahlen für die einzelnen Amtsinhabern sowie dem Verlesen der Fachberichte folgte unter dem Punkt "Verschiedenes" der Antrag von mehreren Mitgliedern eine Mountainbike-Abteilung zu gründen. Dieses wurde mit 1 Gegenstimme, 2 Enthaltungen und 23 Ja-Stimmen beschlossen. Im Anschluss daran setzte eine äußerst lebhafte Diskussion ein nach deren Verlauf diese Abteilung wieder aufgelöst wurde - und zwar einstimmig! Anschließend wurde mit einer Gegenstimme und 25 Ja-Stimmen eine Radsportabteilung ins Leben gerufen. Die Radsportabteilung gliederte sich noch einmal in Abteilung Tourenrad und in die Abteilung Mountainbiking.

Außerdem wurde auf Vorschlag aus der Versammlung heraus unser Vereinsmitglied Dieter Zimmermann als Pressewart vorgeschlagen und danach einstimmig gewählt.

Die Wintermonate Januar bis März 1992 brachten auch wieder nur an wenigen Tagen etwas Schnee, welcher aber leider (mangels Masse) keine wintersportlichen Aktivitäten zuließ. Sowohl Volksskilauf, Gemeinde- und Vereinsmeisterschaften konnten nicht durchgeführt werden.

Einzig Ingo Büdenbender konnte überregional bei verschiedenen Veranstaltungen den Verein repräsentieren. Hier muss nochmals betont werden, dass Ingo mit großer sowohl finanzieller wie auch ideeller Unterstützung seiner Eltern das einzige Mitglied unseres Vereins ist, das an vielen regionalen und überregionalen Wettkämpfen für den Ski-Club "Oberes Johannland" startet; und dieses mit beachtlichem Erfolg!

Anfang April fand die mittlerweile schon traditionelle Ski-Freizeit in Österreich statt. Diesmal starteten -25- Personen nach Ladis in Tirol. Bei guten Schneeverhältnissen und bester Unterbringung war diese Fahrt wieder einmal ein voller Erfolg!

Die Frühjahrswanderung am 28. Mai 1992 unter Leitung von Herbert Büdenbender war - wie all die Jahre zuvor - wieder eine gut besuchte Veranstaltung.

Vom 05. - 07. Juli 1992 führte unser Verein eine Kinder- und Jugendfreizeit in der SGV-Hütte in Oberelspe durch. Mit dem Besuch des Panoramaparks in Oberhundem wurde einmal eine Alternative zu den Karl-May-Festspielen angeboten und von allen Teilnehmern sehr gut angenommen.

Durch sportliche Aktivitäten in den Sommermonaten machten nur unsere Laufgruppe und Ingo Büdenbender auf sich aufmerksam.

Die Mountainbiker trafen sich zu gelegentlichen Rundfahrten um die nähere Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden.

Am 03. Oktober beschloss die obligatorische Herbstwanderung - etwas verregnet - die Sommersaison.

Die zum Herbstball umfunktionierte Familienfeier konnte trotz kräftigen Rührens der Werbetrommel nicht wesentlich mehr Besucher als im Vorjahr anlocken. Die Anwesenden erlebten jedoch einen ausgesprochen stimmungsreichen Abend, der erst in den frühen Morgenstunden endete.

 

Der Skibasar an Buß- und Bettag war trotz des verkorksten Winters wieder ein voller Erfolg. Er ist die mit Abstand am meisten akzeptierte und damit auch lukrativste Veranstaltung des Vereins.

Am 03.12.1992 war die Jahreshauptversammlung in unserem Vereinslokal angesetzt. Kurz nach 20:00 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Seelbach die Sitzung. Leider hatten sich zu dieser Versammlung nur 24 Mitglieder eingefunden.

Nachdem der Vorsitzende, sowie Schriftführer, Kassenwart und die einzelnen Fachwarte über das vergangene Vereinsjahr berichtet hatten, wurde auf Antrag hin der Vorstand einstimmig entlastet und man konnte zu Neu-/Wiederwahlen schreiten.

Da der 1. und der 2. Vorsitzende zur Wahl anstanden, beschloss man, diese unglückliche Konstellation für die Zukunft zu vermeiden und den 1. Vorsitzenden für drei Jahre zu wählen.

Bei der anschließenden Wahl wurde dann Karl-Heinz Seelbach für drei weitere Jahre zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als 2. Vorsitzender wählte man Luise Büdenbender. Beide gewählten Vorsitzenden nahmen die Wahl an und kündigten verstärkte Aktivitäten für ihre Wahlperiode an.

Schriftführer blieb -durch Wiederwahl- Peter Weber und als Beisitzer wurden danach in einem zweiten Wahlgang Karl-Heinz Jochheim und Hans Sting mit klarem Stimmenvorteil gegenüber einigen Gegenkandidaten gewählt.

Zum Wanderwart wurde wieder einstimmig Herbert Büdenbender gewählt. Nach dem Rotationsprinzip wurde dann Marianne Steiner zur 2. Kassenprüferin gewählt.

Nachdem der Tagesordnungspunkt -Verschiedenes- aufgerufen worden war, diskutierte man recht emotional über die prekäre Situation -Übungsleiter-. Es wurden Möglichkeiten erörtert, externe Übungsleiter zu engagieren - auch im Hinblick auf die schon seit langem geplanten Aktivitäten im Bereich des Kindertrainings. Daneben wurden aber auch Denkanstöße gegeben wie eventuell die Aus- u. Weiterbildung von Vereinsmitgliedern erfolgen könnte. Generell mangelte es jedoch an der zeitlichen Bereitschaft der vorgeschlagenen Mitglieder sich eventuell diesen Aufgaben zu stellen.

Hans Sting berichtete über das leidige Genehmigungsverfahren zur geplanten Schutzhütte mit Geräteraum für unseren Skibob an dem Wanderparkplatz "Hainchener Höhe", was aber wegen der hier vorgefundenen Behördenwillkür nicht zur Erheiterung der versammelten Mitglieder beitrug. Beschlossen wurde jedoch, das Ziel zum Bau der Schutzhütte weiter zu verfolgen.

Die großen sportlichen Aktivitäten unseres Vereins erschöpften sich wieder einmal mangels Schnee in der Ausrichtung der nordischen Gemeindemeisterschaften der Gemeinde Netphen.

An die Ausrichtung des 16. Volksskilaufes war witterungsbedingt nicht zu denken. Es wurde allerdings auch vom Vorstand beschlossen, dass man bei nur wenigen Tagen Schnee im Jahr lieber selbst in die Loipe geht, als irgendwelche Veranstaltungen für Fremde durchzuführen.

Im Rahmen der Meldungen über die wettkampfmäßigen Erfolge unseres Vereins kann der Berichterstatter wieder einmal nur unseren Vereinskameraden Ingo Büdenbender nennen. Hier nur einige seiner vielen Erfolge:

 

- 4. Platz bei den Deutschen Flachmeisterschaften im Roller-Ski in                         Monschau/Eifel

 

-  4. Platz bei den Deutschen Bergmeisterschaften im Roller-Ski in Sonthofen/Allgäu

 

-   4. Platz beim Gand-Prix-Lauf in Königswinter

-   1. Platz beim Berglauf in Wuppertal

- 1. Platz bei den Westdeutschen Altersklassenmeisterschaften     Berglauf

-  2. Platz bei den internationalen Westdeutschen Meisterschaften

-  1. Platz beim Bezirkscup des Skibezirks Rothaar

-  1. Platz bei den nordischen Gemeindemeisterschaften der Gemeinde Netphen mit der zweitbesten Zeit überhaupt - und das mit Gipsarm!!!

Im April des Jahres hatten wieder mehr als 30 Teilnehmer für die Ski-Freizeit in Ladis/Tirol gemeldet. Bei guten Schneeverhältnissen und schönem Wetter war dies wieder ein voller Erfolg für alle dabei Gewesenen.

Die im Oktober durchgeführte Weinfahrt startete mit rund 50 Teilnehmern wieder nach St. Goarshausen. Das Wetter spielte mit, die Stimmung war sehr gut, so dass alle Beteiligten einen herrlichen Abend verlebten und Reinhold Neuser abermals mit der Organisation dieser Fahrt für das nächste Jahr beauftragt wurde.

Die traditionelle Herbstwanderung fiel dem starken Regen zum Opfer, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat und eine illustre Runde mittags in die Skihütte zu Erbseneintopf und Getränke führte.

Die drangvolle Enge in der Hütte war zwar einerseits recht gemütlich, macht aber andererseits überdeutlich, dass eine Erweiterung dieses Lokals dringend notwendig ist. Diese sollte auch im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.

Die Jahreshauptversammlung fand am 19.11.1993 ab 20:00 Uhr wieder in unserem Vereinslokal in "Horbes" statt. Um 20:15 Uhr konnte der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Seelbach insgesamt 30 Mitglieder begrüßen. Dies war seit Jahren die größte Anwesenheitszahl bei dieser Veranstaltung.

Nach den Vorträgen von dem 1. Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Kassenwart sowie den Fachwarten über die Vorkommnisse und Belange des Vereins während des abgelaufenen Vereinsjahres wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Ganz besonders wurde die Kassenführung von Klaus Trost, unserem langjährigen Kassenwart, von den Kassenprüfern hervorgehoben und gelobt.

Punkt 5 der Tagesordnung sah wieder zahlreiche Wahlen vor.

 

Ohne Gegenkandidat wurde Klaus Trost in seinem Amt als Kassenwart einstimmig bestätigt.

Auf Antrag aus der Versammlung und nach eingehender Diskussion wurden die verschiedenen Sportwartämter zu einem Amt zusammengelegt. Dieser Beschluss wurde gefasst, da infolge ständig schneearmer Winter die Aufgaben der einzelnen Sportwarte nicht übermäßig groß erschienen. Zum neuen Sportwart wurde Skikamerad Reinhold Neuser gewählt. Die obligatorische Wahl von Gabi Büdenbender zur Jugendwartin erfolgte ebenfalls einstimmig.

Zu Hütten- und Gerätewarten wurden Bernd Krämer und Markus Janssen einstimmig bestellt.

Karl-Heinz Jochheim und Herbert Büdenbender wurden einstimmig für weitere zwei Jahren als Loipenwarte bestellt. Als neue Kassenprüferin würde Ingrid Weber gewählt.

Fahrradwart wurde ebenfalls in Zusammenfassung mit anderen Ämtern Joachim Stahl.

Zu Werbe- und Pressewarten wurden Dieter Zimmermann und Jochen Niemand ohne weitere Abstimmung bestellt.

Nach diesem Wahl- und Abstimmungsmarathon nahmen alle Versammlungsteilnehmer erstmalig eine aus der Vereinskasse gestiftete Mahlzeit ein.

Der Punkt -Verschiedenes- konnte in diesem Jahr schnell abgehandelt werden, da die wesentlichen Aktivitäten - Stromversorgung Skihütte und Bau der Schutzhütte auf dem Wanderparkplatz "Hainchener Höhe" durch äußere Zwänge auf Eis lagen. Daher wurde lediglich eine Renovierung der Hütte in Planung gegeben. Außerdem wurden neue Öffnungszeiten für die Skihütte bekannt gegeben: - samstags ab 15:30 Uhr bis Ende offen und - sonntags ab 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr.

Der Ski-Basar fand auch wieder großen Anklang und konnte als eine sehr positive Veranstaltung verbucht werden.

Als letzte Veranstaltung des Jahres fand wieder unsere Weihnachts- bzw. Nikolausfeier am 2. Adventsonntag in unserem Vereinslokal statt. Hier ließ die Teilnehmerzahl doch zu wünschen übrig.

Die Beschlüsse der Jahreshauptversammlung in Bezug auf eine Reduzierung der Sportwartämter hat sich als richtig erwiesen. Auch der Winter 1993/1994 brachte wieder einmal in unseren Breiten so gut wie keinen Schnee. Dadurch tendierten die skisportlichen Aktivitäten des Vereins gegen Null. Bleibt eigentlich nur die Hoffnung auf schneereichere Winter in der Zukunft.

Wie bereits im Vorjahr können wir jedoch wieder große sportliche Erfolge unseres Vereinskameraden Ingo Büdenbender vermelden. Seit er sich auf den Roller-Ski-Sport spezialisiert hat, zeigt seine Erfolgskurve steil nach oben. Hier sollen nur einige seiner herausragenden Wettkämpfe genannt werden:

-  3. Platz in der Gesamtwertung des Deutschland-Gand-Prix, der über insgesamt 5 Wertungsläufe von Mai bis Oktober 1994 ausgetragen wurde.

-    2. Platz beim internationalen Tole-Mann-Berglauf in Freiburg

 

-    1. Platz beim Hilchenbacher Rollskilauf

 

-    1. Platz beim Bezirks-Cup Rothaar

 

- 3. Platz mit der Deutschen Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften in Bukarest mit der 3 x 7,5 km-Staffel

 

-  1. Platz und damit Deutscher Bergmeister 1994 am Auerberg in Bernbeuren / Allgäu

 

Aufgrund dieser aufsehenerregenden Erfolge wurde Ingo zum Jugendsportler des Jahres 1994 der Gemeinde Netphen gewählt.

Im März 1994 verbrachten wieder 21 Mitglieder des Vereins eine sehr schöne Skifreizeit in See in Tirol.

Zwei geplante Radtouren fielen im Sommer 1994 leider dem schlechten Wetter zum Opfer.

Im September aber war das Wetter sehr beständig und so konnten eine große Anzahl von Vereinsmitglieder unter der Führung von Karl-Heinz Jochheim eine gut geplante und landschaftlich sehr schöne Zweitagesfahrt im Münsterland durchführen. Diese Tour fand soviel Anklang, dass für das kommende Jahr spontan eine Wiederholung beschlossen wurde.

Die Weinfahrt am 17.09.1994 wiederum nach St. Goarshausen war ebenfalls wieder eine runde Sache.

Die beiden Bauvorhaben des Vereins erlebten 1994 fröhliche Urständ.

Die Baugenehmigung für die geplante Schutzhütte am Wanderparkplatz "Hainchener Höhe" wurde auf dem Rechtswege erstritten. Leider liegt sie in schriftlicher Form noch nicht vor, so das weitergehende Aktivitäten zur Zeit noch nicht möglich sind. Man munkelt, dass sich der Amtsschimmel auf der Akte zur Ruhe begeben hat.

Die Stromversorgung der Skihütte nimmt entgegen aller Unkenrufe doch endlich Gestalt an. Es konnten Wege gefunden werden, den Finanzbedarf zu reduzieren und damit für den Verein erschwinglich zu machen. Die Kosten werden sich in einer Größenordnung von max. 25.000,-- DM bewegen. Der Vorstand geht davon aus, dass diese Investition in jeder Beziehung eine Belebung für das Vereinsleben bringen wird.

Das Jahr neigte sich langsam wieder dem Ende entgegen und so war für den 18.11.1994 wieder unsere Jahreshauptversammlung terminiert

Karl-Heinz Seelbach konnte als 1. Vorsitzender um 20:00 Uhr -28- Mitglieder recht herzlich begrüßen.

 

Nach den Berichten der Fachwarte konnte unser Kassenwart mit einer für unseren kleinen Verein beachtlichen Summe in unserer Kasse aufwarten: das Barvermögen des Ski-Clubs war auf die stolze Summe von 37.506,71 DM angewachsen.

Die Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig durch die anwesenden Mitglieder erteilt.

Die sich anschließenden Wahlen wurden sehr schnell durchgezogen: alle Amtsinhaber wurden für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.

Danach wurde der Tagesordnungspunkt 6 zur Diskussion gestellt: - neue Beitragssätze!

Nachdem das Für und Wider verschiedener Vorschläge eingehend erörtert worden war, wurde folgender Beschluss gefasst:

Der Beitrag für Kinder und Jugendliche blieb mit 24,-- DM bzw. 36,-- DM unverändert.

Der Jahresbeitrag für Erwachsene wurde von 48,-- DM auf 54,-- DM und der für Familien von 72,-- DM auf 84,-- DM angehoben. Allgemein war man der Ansicht, dass diese eher maßvolle Erhöhung dem Verein zum einen ein Stück finanzielle Zukunftssicherung und zum anderen niemandem Anlass zu einem Austritt aus dem Verein geben werde. Der Beschluss wurde übrigens einstimmig gefasst!

Zu Punkt "Verschiedenes" gab es im wesentlichen nur einen herausragenden Diskussionspunkt:

Die Stromversorgung der Skihütte wurde mit einem geplanten Investitionsvolumen von 22.500,-- DM sehr schnell und ebenfalls einstimmig beschlossen. Über den Vorschlag, bei den ohnehin notwendigen Erdarbeiten auch gleich ein Telefonkabel für rd. 2.300,-- DM zu installieren, entbrannte jedoch eine ebenso hitzige wie kontroverse Debatte. Bevor es jedoch richtig los ging sorgte die Essenspause für eine vorübergehende Beruhigung der Gemüter. Danach wurde nach eingehender Diskussion die Telefonkabelverlegung mit 12 Ja-Stimmen gegen 11 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen beschlossen.

Die sportlichen Aktivitäten in dem abgelaufenen Jahr erschöpften sich wie in den Vorjahren in der Teilnahme an den montäglichen Trainingseinheiten und den im Jahresprogramm angebotenen Radfahrveranstaltungen.  Außerdem fand der auch in diesem Jahr angebotene Skiurlaub wieder regen Zuspruch.

Wettkampfmäßig macht jedoch einmal mehr lediglich unser Vereinskamerad Ingo Büdenbender von sich Reden. Dieses jedoch mit rasant zunehmendem Erfolg. in der abgelaufenen Saison konnte Ingo viele nationale und internationale Erfolge feiern, von denen hier einige genannt werden sollen:

- Deutscher Meister 1995 bei den Deutschen Flachmeisterschaften -Rollski- in Königswinter.

Hier konnten wir Ingo nach seinem Erfolg einen kleinen Empfang in unserem Vereinslokal bereiten. Außerdem konnten sich einige Vereinsmitglieder in Königswinter von den Leistungen der Sportler und natürlich insbesondere von Ingo überzeugen:

 

-   1. Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften in Lützel

 

-  2. Platz im Einzelwettbewerb beim Deutschland-Grand-Prix in Geyer / Erzgebirge

- 6. Platz im Einzel und 5. Platz mit der Staffel bei den Rollski-Weltmeisterschaften in Flen (Schweden). Auch hier wurde Ingo nach seiner Rückkehr mit einem Empfang geehrt.

-   1. Platz bei den Hessischen Bergmeisterschaften und

-   1. Platz beim Rollski-Bezirkscup in Wunderthausen.

Dieses ist nur ein kleiner Abriss aus den zahlreichen von Ingo mit großem Erfolg besuchten Veranstaltungen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Ingo für die im Nahmen unseres Vereins gezeigten Leistungen.

Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle aber auch Gabriele und Herbert Büdenbender, die als Eltern mit großem finanziellen und zeitlichen Einsatz diese Erfolge mit gestaltet haben.

Eines aber muss hier auch noch einmal besonders hervorgehoben werden:

Nach dem endgültigen Beschluss zur Verlegung des Stromkabels zu unserer Skihütte auf der letzten Jahreshauptversammlung wurden hier Aktivitäten entwickelt, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Zwischen Weihnachten und Neujahr haben viele Vereinsmitglieder nahezu ihren gesamten Weihnachtsurlaub geopfert und in tagelanger Knochenarbeit bei extrem schlechten Wetterbedingungen für die Kabelverlegung gesorgt. Besonderer Dank sei an dieser Stelle auch den Ehefrauen der tätigen Mitglieder gesagt, die dafür sorgten, dass meist drei Mal am Tage trockene Arbeitskleider zur Verfügung standen und sich auch ansonsten für die Tage in der Neujahrswoche sicher andere Aktivitäten gewünscht hätten.

Sehr früh im Frühjahr wurde dann der etwas in Mitleidenschaft gezogene Wegesrand wieder in wie wir meinten, ordnungsgemäßen Zustand versetzt. Durch den uneigennützigen Einsatz des alten und des neuen Ortsvorstehers von Hainchen wurden wir jedoch durch die Gemeinde Netphen eines Besseren belehrt und mussten nochmals ran.

Auch nach diesen Anstrengungen hatte man die Nase noch nicht voll und so begab man sich an den Um- bzw. Ausbau der Skihütte. Der Vorplatz wurde planiert und teilweise mit Schotter aufgefüttert. Ein Stahl-Container (Spende der Firma Gräbener) wurden als Materiallager aufgestellt und mit Profilbretter (Spende der Firma Büdenbender/Antons) verkleidet. Damit konnten die im Keller der Skihütte aufbewahrten Geräte und Sitzgarnituren umgelagert werden. In dem nun freigewordenen Kellerraum der Skihütte war nun Platz für eine Toilettenanlage geschaffen worden mit deren Bau man dann auch unmittelbar begann.

Nebenbei sei noch bemerkt, dass die Sprungschanze und der Skihang gemäht und auch für genügend Brennholz für den kommenden Winter gesorgt wurde.

Am 17. November 1995 fand ab 20:00 Uhr im Vereinslokal "Landhaus Haincher Höhe" die ordentliche Jahreshauptversammlung des Vereins statt.

Mit etwas Verspätung konnte der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Seelbach die Sitzung eröffnen und 21 Mitglieder begrüßen.

Nach der Verlesung des Jahresberichtes durch den Schriftführer Peter Weber trug der Kassenwart Klaus Trost den Kassenbericht vor. Der Kassenstand war auf 17.356,13 DM gesunken, wobei schon allein die Stromversorgung unserer Hütte mit rd. 24.000,-- DM zu Buche schlug. Von der wie immer äußerst peniblen Kassenführung hatten sich die beiden Kassenprüferinnen Sybille Neuser und Ingrid Weber im Vorfeld überzeugen können.

Klaus konnte zum Abschluss seines Berichtes noch auf einen neuen Mitgliederrekord von 163 zahlenden Mitgliedern verweisen.

Mangels bemerkenswerter Aktivitäten wurden die Berichte der einzelnen Fachwarte in Kurzform abgehandelt.

Die Entlastung des Vorstandes wurde ohne Gegenstimme beschlossen.

Der Punkt 5 der Tagesordnung sah wieder zahlreiche Neuwahlen vor. Der einstimmig gewählte Wahlleiter Dieter Zimmermann eröffnete die Neuwahlen.

Karl-Heinz Seelbach wurde ohne Gegenkandidat einstimmig wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls ohne Gegenkandidat wurde Klaus Trost einstimmig von der Versammlung für eine weitere Amtsperiode als Kassenwart gewählt. Reinhold Neuser wurde einstimmig als Sportwart wiedergewählt. Bei der Wahl des Jugendwartes setzte sich Gabi Büdenbender klar gegen Sohn Ingo durch. Zu Hütten- und Gerätewarten wurden Bernd Krämer und Markus Janssen einstimmig wiedergewählt. Gegen die Wiederwahl von Herbert Büdenbender und Karl-Heinz Jochheim als Loipenwarte hatte auch niemand Einwände. Zum Fahrradwart wurde Reinhold Neuser gewählt, nachdem Joachim Stahl für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen mochte. Fahrrad- und Sportwart sollen zukünftig zu einem Amt -Sportwart- zusammengefasst werden. Dieser Beschluss wurde zum Abschluss der Wahlen auch einstimmig vor der Versammlung gefasst. Als neue Kassenprüferin wurde Gudrun Stahl gewählt.

Nach diesem wahren Wahlmarathon ließen sich alle die aus der Vereinskasse gestiftete Mahlzeit schmecken.

Alle Jahre wieder müssen die jeweiligen Berichterstatter von geringen wettkampfmäßigen Ambitionen des Ski-Clubs und der großen Masse seiner Mitglieder berichten. Positiv sei dabei jedoch bemerkt, dass nach einigen Jahren der Abstinenz wieder die Gemeindemeisterschaften -nordisch- und ein Volksskilauf auf der Hainchener Höhe ausgerichtet werden konnten. Allerdings erfreuten sich beide Veranstaltungen nicht gerade berauschender Resonanz.

Ebenso dürfen an dieser Stelle nicht die Erfolge unseres sportlich aktivsten Mitglieds Ingo Büdenbender fehlen. Ohne auf alle nennenswerten Siege und Platzierungen unseres Rollski-Asses, die nahezu abendfüllend wären, eingehen zu wollen, muss gesagt sein, dass wir mit dem Sportler des Jahres der Gemeinde Netphen einen Vize-Weltmeister in unseren Reihen haben dürfen. Die dürfte im Reigen der Sportvereine des Siegerlandes seinesgleichen nicht finden!

Neben den mit Ausnahme von Ingo nicht überwältigenden Wettkampfleistungen des Vereins kann man jedoch konstatieren, dass insgesamt die Bezeichnung Sportverein auch für unseren Club noch seine Berechtigung hat. Im Rahmen des Jahresprogramms und des Trainings am Montag darf festgestellt werden, dass sich eine stabile Zahl von Mitgliedern an den hier angebotenen sportlichen Veranstaltungen beteiligt. Das neben dem Sport, der bei uns im Frühjahr, Sommer und Herbst im wesentlichen aus Radfahren besteht, auch das gemütliche Beisammensein nicht vernachlässigt wird, tut der Sache keinen Abbruch.

Insgesamt wurden alle angebotenen Veranstaltungen gut angenommen und spornen damit an für die Zukunft!

Nachdem im Winter 1994 / 1995 unsere Skihütte mit Strom versorgt werden konnte, haben wir in diesem Jahr die im letzten Jahr angekündigten Arbeiten weitergeführt. So verfügt die Ski-Hütte nun neben elektrischer Energie auch über fließend Wasser und eine vollständig eingerichtete Toilette.

Der Vorplatz der Skihütte wurde mit Randsteinen eingefasst. Pflastersteine in ausreichender Anzahl wurden gespendet und sollen im kommenden Frühjahr verlegt werden. Zudem wurde der Hütte noch ein neuer Anstrich verpasst. Zu diesen Arbeiten treffen sich einige Vereinsmitglieder regelmäßig mittwochs bei der Skihütte.

Am 22. November 1996 war ab 20:00 Uhr die ordentliche Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs "Oberes Johannland" e.V. angesetzt.

Um 20:15 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Seelbach die Sitzung. Er konnte insgesamt -26- Mitglieder willkommen heißen. Karl-Heinz berichtete kurz über die vereins-relevanten Ereignisse des vergangenen Jahres und dankte allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit.

Anschließend verlas Schriftführer Peter Weber den Jahresbericht und übergab dann das Wort an Kassenwart Klaus Trost, der in gewohnt exakter Form seinen Kassenbericht ablieferte. Der durch große Investitionen der Vorjahre stark geschrumpfte Kassenbestand erholte sich zum 01.11.1996 von 17.356,13 DM am 31.10.1995 um den Jahresgewinn von sage und schreibe 167,87 DM auf stolze 17.524,-- DM.

Die beiden Kassenprüferinnen Sybille Neuser und Gudrun Stahl attestierten Klaus Trost eine einwandfreie Kassenführung.

Sportwart Reinhold Neuser konnte danach über erfolgreich verlaufene Gemeindemeisterschaften und den ebenfalls durchgeführten Volksskilauf auf der Hainchener Höhe berichten. Am vereinseigenen Skihang wurden trotz des desolaten Zustandes des Lifts erstmals seit langem wieder Skispuren gesichtet. Leider reichte die Schneeauflage wieder einmal nicht für eine intensivere Nutzung.

Intensiv hingegen wird das Radfahren betrieben, dass sich im Rahmen des Trainings am Montagabend fest etabliert hat.

Die Berichte der übrigen Fachwarte wurden in Kurzform abgehandelt.

Anschließend wurde dem Vorstand ohne Gegenstimme Entlastung erteilt.

Der Punkt 5 der Tagesordnung sah, wie in jedem Jahr, wieder zahlreiche Neuwahlen vor.

Als 2. Vorsitzende wurde Luise Büdenbender ohne Gegenkandidat einstimmig wiedergewählt.

Peter Weber wurde mangels Gegenkandidaten ebenfalls einstimmig als Schriftführer für weitere zwei Jahre wiedergewählt.

Als Beisitzer wollte Hans Sting aus zeitlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Vereinsmitglied Bernd Nießen stellte sich dann auf vielfachen Zuspruch zur Wahl. Zusammen mit Karl-Heinz Jochheim, der sich einer allseits geforderten Wiederwahl stellte, wurden diese beiden Herren dann einstimmig zu Beisitzern für die kommenden zwei Jahre gewählt.

Zur 2. Kassenprüferin wurde Mia Müller einstimmig gewählt.

Wanderwart wurde wieder unser Skikamerad Herbert Büdenbender, Hier einen Gegenkandidaten vorzuschlagen wurde erst gar nicht versucht.

Nachdem nun die notwendigen Wahlen und auch der Tagesordnungspunkt -Verschiedenes- abgehandelt worden waren, kam man zu den Aktivitäten des abgelaufenen Geschäftsjahres:

Vorweg sei gesagt, dass das Geschäftsjahr 1996 / 1997 wohl als eines der ruhigeren in die Vereinsgeschichte eingehen wird.

Aus allseits bekannten Witterungsgründen konnte nur sehr wenig Ski gelaufen werden. An die Teilnahme an Wettkämpfen in diesem Bereich ist ohnehin aus unterschiedlichsten Gründen derzeit nicht zu denken.

Im Rahmen der Meldungen über die wettkampfmäßigen Erfolge unseres Vereins ist hier wieder einmal nur unser Vereinsmitglied Ingo Büdenbender zu nennen. Dabei ist das erste Jahr in der Klasse "Herren allgemein" nicht so nach den Vorstellungen unseres sportlichen Aushängeschildes gelaufen. Wir sind jedoch der Meinung, dass Ingo angesichts der folgenden Platzierungen nicht von einem, wie er sagt "völlig verkorksten" Jahr sprechen muss:

-  7. Platz in der Mannschaft beim Weltcup in Schweden

-  8. Platz im Sprint beim Weltcup in Tschechien

-  8. Platz im Mannschaftslauf bei der Weltmeisterschaft in Geyer

-  6. Platz bei den Deutschen Bergmeisterschaften

Um auch andere Vereinsmitglieder wieder sportlich aktivieren zu können, hoffen wir natürlich alle noch einmal auf einen richtigen Winter.

Die im Jahresprogramm angebotenen Veranstaltungen wurden von der Mitgliedschaft ordentlich angenommen. Auch durch Witterungsgründe musste keine Veranstaltung abgesagt werden.

Allerdings bleibt festzustellen, dass die Euphorie der vergangenen Jahre etwas zurückgegangen ist. Hier sind natürlich alle aufgefordert, im kommenden Jahr durch verstärkte Aktivitäten und neue Ideen wieder Schwung in das Vereinsleben zu bringen und größere Teilnehmerzahlen zu erzielen.

Der Plan zum Bau der Schutzhütte am Wanderparkplatz Hainchener Höhe dürfte in diesem Jahr endgültig gestorben sein. Nachdem plötzlich bei der Gemeinde und Kreis wieder Zuschüsse für dieses Projekt zur Verfügung gestellt werden sollten, hatte der Vorstand die dringend notwendige Verlängerung des mit der Haubergsgenossenschaft abgeschlossenen Pachtvertrages für das Grundstück vereinbaren wollen. Diese wurde jedoch mit allerlei interessanten Argumenten strikt abgelehnt. Anlässlich eines gemeinsamen Gespräches, zu dem Herr Gemeindedirektor Ulf Stötzel geladen hatte, kam dann jedoch heraus, dass im wesentlichen der örtliche Jagdpächter sein Veto gegen unser Vorhaben eingelegt hatte, indem er mit der Kürzung der Jagdpachtzahlungen drohte. Auch ein sehr unfreundlich verlaufendes Telefonat des Schriftführers mit Dr. Nickel konnte bei diesem keine Sinneswandlung herbeiführen. Die Haubergsgenossenschaft jedenfalls war nicht bereit, für 30,-- DM Pacht im Jahr vom Ski-Club auf eine eventuell 4-stellige Summe Jagdpachtkürzung von Herrn Dr. Nickel zu verzichten.

Von einer anderen Baustelle aber gibt es Erfreuliches zu berichten: Die Skihütte wächst! Im Laufe des vergangenen Jahres wurde an der Skihütte eine respektable Terrasse errichtet.

Außerdem konnte der gesamte Vorplatz und ein Teil der Zufahrt gepflastert werden. Hier nochmals vielen Dank an alle, die sich selbstlos ins Zeug gelegt haben.

Wieder war ein Jahr vergangen und am 14. November 1997 war ab 20:00 Uhr die ordentliche Jahreshauptversammlung des Vereins in unserem Vereinslokal " bei Horbes" angesetzt.

Um 20:15 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Seelbach die Sitzung. Er konnte insgesamt 22 Mitglieder willkommen heißen. Danach berichtete er kurz über die vereins-relevanten Ereignisse des zurückliegenden Geschäftsjahres und dankte allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit im und für den Verein.

Anschließend verlas der Schriftführer Peter Weber den Jahresbericht 1996 / 1997 und übergab dann das Wort an den Kassenwart Klaus Trost, der in gewohnt exakter Form seinen Kassenbericht ablieferte. Der Kassenbestand konnte um den Jahresüberschuss von 1.661,21 DM auf nunmehr 19.198,21 DM erhöht werden.

Die beiden Kassenprüferinnen Gudrun Stahl und Mia Müller attestierten Klaus eine einwandfreie Kassenführung.

Sportwart Reinhold Neuser konnte von keinen wintersportlichen Aktivitäten berichten, da im letzten Winter nahezu kein Schneefall verzeichnet werden konnte. Skihang und Loipe konnten bedingt durch den fehlenden Schnee nicht in Betrieb genommen werden. Positives konnte aber Reinhold dagegen vom mittlerweile "zweiten Standbein" des Ski-Clubs, dem Fahrradfahren berichten. Die mehrtägige Familienradtour ins Münsterland wurde ebenso gut angenommen, wie das montägliche Training.

Die Berichte der übrigen Fachwarte wurden in Kurzform abgehandelt.

Anschließend wurde dem Vorstand auf Antrag von Helmut Zamponi ohne Gegenstimme Entlastung erteilt.

Der Punkt 5 der Tagesordnung sah wieder zahlreiche Neuwahlen vor.

Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Seelbach lehnte nach 15 Jahren Tätigkeit als 1. Vorsitzender unseres Vereins eine Wiederwahl in diesem Amt ab. Durch einstimmigen Beschluss wurde daraufhin Karl-Heinz Jochheim zum neuen 1. Vorsitzenden des Ski-Clubs bestellt.

Als dann auch Klaus Trost sein Amt als Kassenwart zur Verfügung stellen wollte, entbrannte eine heftige Diskussion. Durch die Überredungskünste von vielen, gepaart sicher auch mit der Einsicht, dass der neue 1. Vorsitzende durch eine erfahrene Mannschaft unterstützt werden muss und es sicherlich für den Verein nicht gut gewesen wäre, in gleich zwei entscheidenden Vorstandsämtern neu besetzt zu sein, erklärte sich Klaus Gott sei Dank zur Wiederwahl bereit und wurde natürlich zur Erleichterung aller einstimmig gewählt.

Bei Sportwart Reinhold Neuser gestaltete sich die Angelegenheit etwas einfacher. Auch er wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt.

Ebenso konnte Jugendwartin Gabi Büdenbender wieder alle Stimmen zur Wiederwahl auf sich vereinigen.

Als nächstes stand der Hüttenwart zur Wahl. Der langjährige Inhaber dieses Amtes, Bernd Krämer, konnte leider nicht an der Versammlung teilnehmen. Er hatte aber bereits im Vorfeld eine Wiederwahl abgelehnt. Dagegen stellte sich Klaus Seelbach für dieses recht arbeitsintensive Amt zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt.

Auch bei den Loipenwarten gab es keine Probleme. Herbert Büdenbender und Karl-Heinz Jochheim werden sich nach einstimmigem Beschluss weiter um Ski-Bob und Langlaufspur kümmern.

Als neuer Kassenprüfer wurde Helmut Zamponi gewählt, der das Amt von Gudrun Stahl, die zwei Jahre lang die Zahlen von Klaus Trost unter die Lupe genommen hatte, übernahm.

Als Pressewart wurde dann Dieter Zimmermann ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt wie wenig später Ingo Büdenbender als Sozialwart.

Nachdem auf mehrheitlichen Beschluss der Versammlung die Anzahl der Beisitzer auf -drei- erhöht wurde, konnten sich nach bis dahin nicht gekanntem zähen Ringen Berthold Stahl und Karl-Heinz Seelbach durchsetzen, die nunmehr zusammen mit dem im letzten Jahr gewählten Bernd Nießen dieses Amt ausüben.

Damit war einer der wohl spannendsten Wahldurchgänge in der Geschichte unseres Vereins abgeschlossen.

Jochen Niemand kündigte an, einige Vereinsveranstaltungen in Thüringen und auch anderswo organisieren zu wollen. Als Ergänzung zum bestehenden Jahresprogramm wurde dies gerne angenommen.

Das Vereinsjahr 1997 / 1998 wird bestimmt als eines der ruhigeren in die Geschichtsbücher des Ski-Clubs eingehen. Aus allseits bekannten Witterungsgründen konnte nur sehr wenig Ski gelaufen werden. An die Teilnahme von Wettkämpfen in diesem Bereich ist ohnehin aus den unterschiedlichsten Gründen derzeit nicht zu denken.

Wir alle warten eben weiterhin auf einen richtigen Winter mit viel Schnee und langer Kälteperiode.

Die im Jahresprogramm angebotenen Veranstaltungen wurden von der Mitgliedschaft durchweg ordentlich angenommen. Etwas verstärkte Rundschreiben mit nochmaliger Darstellung der Frühsommer- und Herbstaktivitäten zeigten nicht den erhofften Erfolg. Es scheint fast so, als dass verstärktes Hinweisen auf Veranstaltungen eher einen Abwehreffekt hat. Der Vorstand wird aber dennoch auch weiterhin versuchen, eine größere Anzahl der Mitglieder für unsere Veranstaltungen zu gewinnen.

Zumindest beim Training der Herren am Montag scheint dies auch zu gelingen. Mittlerweile tummeln sich 16 mehr oder weniger regelmäßig teilnehmende Männer im Sommer über auf dem Fahrrad und im Winterhalbjahr in der Halle. Besonders bei dem anscheinend weniger attraktiven Training in der Halle, bei dem wir sonst gelegentlich mit 5 - 6 Leuten herumirrten, trimmen sich derzeit durchschnittlich 12 - 14 Personen.

Auch dieses Jahr neigte sich so langsam dem Ende entgegen und schon wieder war es November geworden. Am 20. 11.1998 war die ordentliche Jahreshauptversammlung angesetzt.

Kurz nach 20:00 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Jochheim die Sitzung. Er konnte insgesamt - 29 - Mitglieder willkommen heißen. Das war die zweithöchste Mitgliederbeteiligung seit 15 Jahren! Karl-Heinz Jochheim berichtete kurz über das zurückliegende Geschäftsjahr und bedankte sich bei allen Anwesenden für die geleistete Arbeit.

Anschließend kam der Schriftführer Peter Weber zu Wort und verlas seinen Jahresbericht. Unser Kassenwart Klaus Trost konnte danach in seinem, wie üblich äußerst präzise vorgetragenen Kassenbericht einen Jahresüberschuss von 4.470,74 DM vermelden. Der neue Kassenbestand betrug somit 23.625,95 DM.

Die Kassenprüfer Mia Müller und Helmut Zamponi bescheinigten Klaus Trost eine einwandfreie Kassenführung.

Sportwart Reinhold Neuser konnte leider über keinerlei Wintersportaktivitäten mangels Schnee berichten. Die Fahrradgruppe hingegen erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Die Berichte der Fachwarte wurden - da ohne Besonderheiten - in Kurzform abgehandelt.

Anschließend wurde dem Vorstand, auf Antrag von Berthold Stahl, ohne Gegenstimme Entlastung erteilt.

Danach standen wieder etliche Neuwahlen auf der Tagesordnung.  Dieser Punkt konnte im Gegensatz zum Vorjahr in voller Harmonie und ohne ängstliche Fragen nach einem Nachfolger für das eine oder andere zurückgetretene Vorstandsmitglied abgehandelt werden.

Unter der Leitung von Karl-Heinz Jochheim wurde Luise Büdenbender einstimmig in ihrem Amt als 2. Vorsitzende bestätigt.

Auch der Schriftführer wurde Peter Weber mangels Gegenkandidaten einstimmig für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Als Beisitzer wurde Bernd Nießen und als Wanderwart Herbert Büdenbender ebenso einstimmig wiedergewählt.

Als neue Kassenprüferin wurde für die ausscheidende Mia Müller nun Anneliese Janssen gewählt.

Unter dem Punkt -Verschiedenes- stellte dann der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Jochheim das neue Jahresprogramm 1999 vor.

Jochen Niemand wollte für den Ski-Basar 1999 dafür sorgen, dass die Firma Hettlage-Sport kostenlos Skibindungen einstellt und quasi als Gegenleistung einen Werbestand aufbauen darf.

Zum Fahrad-Basar sollten Händler wegen einer eventuellen Teilnahme mit leichten Reparaturarbeiten und gleichzeitig aufzustellendem Werbestand angesprochen werden.

Außerdem sollte eine Mountainbike-Veranstaltung für Jedermann organisiert werden.

Die schon einmal ins Auge gefasste und zur Diskussion gestellte Millenium-Party wurde mit überwältigender Mehrheit aus unterschiedlichsten Gründen abgelehnt.

Vorweg sei gesagt, dass auch das zurückliegende Geschäftsjahr sehr ruhig verlaufen ist.

Endlich hatten wir nach Jahren des Wartens einmal wieder Schnee satt. Die Loipe konnte über mehr als sechs Wochen durchgehend gespurt bleiben. Die Loipenarbeit verrichteten Herbert Büdenbender und Karl-Heinz Jochheim wohl gerne.

Leider wird es wohl eines der letzten ungelösten Geheimnisse der Menschheit bleiben, warum ausgerechnet an den wenigen Tagen eines Jahres, an denen unsere Loipe einer Vielzahl von Erholungssuchenden und Sportlern Vergnügen bereitet oder bereiten soll, es unumgänglich ist, dass entweder auf den wenigen Loipenkilometern Holzrückefahrzeuge unterwegs sein oder Jagdpächter per Jeep ihr Wild verscheuchen müssen. Sei es wie es sei!

Trotz der in diesem Jahr recht günstigen Witterungsbedingungen wurden weder nordische Gemeindemeisterschaften, noch irgendwelche Volksskiläufe durchgeführt. Ein Vereinsmitglied brachte eine Begründung dafür auf den Punkt: "Wenn endlich einmal wieder Schnee liegt, will jedes Mitglied eines Ski-Clubs auch einmal wieder selbst seinem Sport nachgehen und nicht für andere irgendwelche Wettkämpfe organisieren. Denn, wer weiß, wie lange die weiße Pracht noch hält."

Sollten wir jedoch im kommenden Winter wieder ansprechende Wintersportbedingungen haben, werden sicherlich auch wieder Veranstaltungen ins Auge gefasst.

Eine besondere Aktion sei hier auch noch vermerkt:

Einige Vereinsmitglieder haben ein Wochenende damit verbracht, am Wanderparkplatz Haincher Höhe heiße und kalte, sowie hochprozentige Getränke und heiße Würstchen zu verkaufen und die anwesenden Langläufer zum Spenden für das Herrichten der Loipe zu animieren und sich die Hände und Füße abzufrieren. Diese Angelegenheit hat aber dank des selbstlosen Einsatzes dieser Mitglieder einen ansehnlichen Betrag in unsere Kasse gebracht und regt zur Wiederholung an.

Die in der letzten Jahreshauptversammlung beschlossene Radveranstaltung wurde mit großem Enthusiasmus angegangen. Es wurde ein Rundkurs ausgearbeitet inklusive entsprechender Probefahrten. Danach stand fest, durch wessen Hauberge wir fahren wollten.

Da wir mit den Haubergsgenossenschaften und Jagdpächtern bereits einschlägige Erfahrungen gemacht hatten, wollte der Vorstand hier alles richtig machen und so zum Erfolg der geplanten Veranstaltung beitragen. In einem langen Brief an die Gemeinde Netphen, den Kreis Siegen-Wittgenstein und unseren Bürgermeister Rüdiger Bartsch wurde die erforderliche Genehmigung beantragt. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Netphen eindringlich schriftlich gebeten, sich für uns bei den örtlichen Haubergsgenossenschaften zu verwenden. Selbst ein Besuch im Rathaus mit Termin bei Bürgermeister Bartsch wurde organisiert, bei dem diesem nochmals die Haubergsproblematik verdeutlicht wurde. Der Bürgermeister versprach, sich für den Verein und diese Sache stark zu machen und die zuständigen Mitarbeiter im Amt zu drängen, möglichst umgehend Kontakt zu den betroffenen Haubergsgenossenschaften aufzunehmen. Über die Ergebnisse dieser Tätigkeiten sollten wir schnellstmöglich informiert werden. Danach wurde nochmals ein Schreiben an Herrn Bartsch aufgesetzt mit nochmaliger Darstellung der Problematik.  2 1/2 Monate (!) später erhielten wir dann eine Antwort der Gemeinde Netphen, worin diese uns mitteilte, dass sie selbst, wie auch der Kreis Siegen-Wittgenstein nichts gegen die Veranstaltung hätten; wir müssten uns aber noch mit den betroffenen Waldbesitzern in Verbindung setzen und deren Genehmigung einholen. Damit war die Veranstaltung zumindest für dieses Jahr gestorben. Soweit zu dem Miteinander innerhalb einer dörflichen Lebensgemeinschaft im Oberen Johannland!